Freitag, 4. März 2016

[Rezension] Operation Thule (Roman)

... und der rührige Gymnasialkollege aus dem tiefsten Süden beschert mir mal wieder eine nette (Schul-)Lektüre...

Autor: Peter Hohmann
Verlag: Begedia
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 325
Erschienen: 2015
ISBN: 978-3957-770318
Preis: 12,50 Euro

Nordische Mythologie und Nazis – da macht man nichts verkehrt! Vielleicht! Denke ich...

Das Cover - (Co) Begedia
Klappentext
'Dort, wo die Geister hausen, im dunklen Reich, ruht mein Bruder im Gewand der Ewigkeit, ganz wie ich. Dieser sagt dir dann, wohin des Weges, tapferer Wanderer!'
Ein reisender Wikinger will den Ort gefunden haben, an dem sich Götter- und Menschenwelt treffen!
Wenn sich dieser lange verschollene Bericht als wahr herausstellen sollte, konnte das damit verbundene Geheimnis den Ausgang des Krieges verändern. 
Ein in altnordisch gehaltener Runentext einer aus der Frühzeit der Wikinger stammenden Steintafel führt den Archäologen und Sturmbannführer Rudolf Krieger nach Finnland.

Zum Inhalt
Hier haben wir mal wieder einen Roman, bei dem es nicht ratsam ist, zu viel zum Inhalt zu erzählen, denn er lebt von eben jener Handlung.
Ganz grob kann ich aber gerne verraten, dass wir es mit einer recht krassen Zweiteilung zu tun haben und einem kurzen Zwischenteil, als die beiden Welten beginnen zu verschwimmen. Zuerst gibt es eine Art Schnitzeljagd des rücksichtslosen Sturmbannführers Rudolf Krieger (der eigentlich alles andere ist als ein Krieger) nach nordischen Götterhimmel und im zweiten Teil befindet sich die nicht sonderlich homogene Gruppe aus fiesen SS-Schlägern, einer „Hexe“ auf Seiten der Nazis und ein paar Wehrmachtssoldaten (von denen zwei die eigentlichen Helden der Geschichte sind) sowie einigen Norwegern, die sich auf Rachefeldzug befinden, dann eben dort und muss sich den eigenen Ängsten und Problemen stellen.

Interessant ist hier, wie gut es gelungen ist, in unsere reale Welt mächtige Magie einzuflechten, ohne, dass es sonderlich stört. Ja, in den besten Augenblicken blitzt sogar ein hauch Indiana Jones auf.

Fazit
Nuuuun, wie soll ich es sagen? Als Deutscher tut man sich immer etwas schwer Geschichten aus der Sicht deutscher Wehrmachtssoldaten zu lesen, und seien die auch noch so edel und gut und stellten sich gegen die fiesen SS-Schergen. In diesem Fall habe ich mich zähneknirschend irgendwann daran gewöhnt und war dann beim Lesen wirklich gut unterhalten, denn dieser durchgeknallte nordische Mythen-Schmonses wurde konsequent durchgehalten. Wie schon an anderer Stelle festgestellt, hat dieser Hohmann eine wirklich unterhaltsame Schreibe und empfiehlt sich wirklich für Größeres...

Bewertung
4 von 5 Runentafeln

Keine Kommentare: