Dienstag, 8. März 2016

[Rezension] Fauna (Brettspiel)

Die Schlawiner von Huch & Friends haben mir zwei sehr mutige Spiele zugeschickt - ich bespreche erstmal das etwas "Passendere" - darauf, was euch als zweites erwartet, dürft ihr schon einmal gespannt sein.

.. und um einmal wieder etwas Rollenspielbezug reinzubringen: Ich finde das Spielprinzip von Fauna so cool, dass ich glatt erwäge mit den Monsterbüchern von Aventurien, Myranor und Tharun eine private DSA-Version zu erstellen.

Das Cover - (Co) Huch & Friends
Name: Fauna
Verlag: Huch & Friends
Autor: Friedemann Friese
EAN: 4260071875808
Preis: ca. 35 Euro
Link: Huch HP

Alter: 10+
Spieler: 2-6
Dauer: 45-60 min
Genre: Quiz, Tiere
BGG-Ranking: 481

Aufmachung
Sieht super aus! Die Weltkarte ist riesig und schön übersichtlich, als Hilfe sind die Bepunktungstabellen auch nochmal aufgeruckt - die Tierkarten in zwei Farben (Schwierigkeitsgraden) sind schön illustriert und übersichtlich und auf kleine Holzklötzchen stehe ich ja ohnehin. Mit denen kann man nichts falsch machen!
Ganz im Ernst: Ein absolut wertiges Spiel, das selbst meine Schüler nicht so schnell "klein kriegen" werden.

Das Spiel
Jedem Spieler stehen 6 Klötzchen seiner Farbe zur Verfügung, von denen reihum je einer gestzt wird, bis alle Spieler entweder passen oder keine Klötzchen mehr haben. Worauf setzt man? Nun: auf die geographische Verbreitung des zu beackernden Tiers, auf sein Gewicht, seine Körperlänge und (soweit anwendbar) seine Schwanzlänge,
Ist die Runde beendet, wird ausgwertet und was die Geographie angeht, erhält man für Treffer und Klötzchen auf Nachbarfeldern Punkte entsprechend der Anzahl der besiedelten Regionen (die Tabelle dafür ist netterweise auf dem großen Spielbrett aufgedruckt). Das sind im besten Fall 12 satte Punkte für das Treffen der einzigen Region, in der das Tier vorkommt. Wenn es mehr zwischen 9 und 17 Regionen gibt und ich ein benachbartes Feld getroffen habe, erhalte ich immer noch ein (Mitleids-)Pünktchen.
Bei den drei Gewichten/Längen gibt es einfach nur 7 Punkte, wenn ich auf das richtige Feld gesetzt habe und 3 Punkte, wenn ich ein Feld daneben gelandet bin.
Nach der Auswertung werden die erreichten Punkte auf einer Kramerleiste, die sich rund um das Spielbrett herumzieht vorgegangen und alle Klötzchen, die nicht gepunktet haben, werden erst einmal einkassiert (und man erhält in jeder Runde nur einen Klotz zurück). Das ist ein ganz cooles strategisches Element und verhindert völlig vogelwilde Schüsse aus der Hüfte.

Das Spiel ist auch zu zweit hervorragend spielbar, aber je mehr Spieler man hat, desto witziger wird es, da es natürlich schwerer wird, vermeintlich punkteträchtige Felder zu erwischen.

Fazit
Ein wirklich unterhaltsames Quizspiel, das durch die Regel, dass auch benachbarte Felder Punkte geben und die Tatsache, dass man seine Holzwürfel nicht wahllos verplempern darf, oft sehr ausgeglichen endet. Selten hängt jemand weit hinterher und ist frustriert, aber dennoch setzt sich Wissen in den meisten Fällen durch. Dazu gibt es noch Karten in zwei Schwierigkeitsgraden, das gefällt mir ausgezeichnet.
Mein einziges Problemchen ist die Bewertung der geographischen Einschätzung, die ist in meinen Augen etwas ungerecht, da oft sehr, sehr mächtig, ist, wodurch sich alle sehr darauf konzentrieren und es ein wahres Hauen und Stechen auf der Weltkarte gibt.

Bewertung
4 von 5 Marmor-Zitterrochen

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