Sonntag, 16. Februar 2014

[Summoner Wars] Das gefallene Königreich gegen die Wächter...



 Dieser Artikel sollte eigentlich in der ersten Ausgabe des Uhrwerk-Magazins stehen - das soeben erschienen ist - aber da Uhrwerk ja Summoner Wars nicht weiter supported, kann ich den kleinen Beitrag von Kaiser und mir hier als eine Art "Bonus-Content" posten. (Im Magazin bin ich mit dem myranischen Monster Anglerfisch aber dennoch vertreten.)
Kaiser und ich haben hier eine Partie mit den beiden auf deutsch erschienenen Zusatzfraktionen gespielt - es handelt sich dabei um Untote gegen Paladine. Kaiser war (natürlich) das Böse in roter Schrift und ich habe versucht für das Gute und in schwarz dagegen zu halten.

Wenn ihr euch für Summoner Wars interessiert, solltet ihr vielleicht in Zukunft die Jungs von Heidelberger etwas genauer im Blick behalten - mittlerweile sind es schon keine Gerüchte mehr, dass es dort mit Summoner Wars weitergehen soll - vermutlich mit dem Master Set, das direkt 6 Fraktionen enthält...


Summoner Wars
Die Wächter
gegen
Das gefallene Königreich

WIR SIND DIE WÄCHTER! Wir beschützen Itharia und nur unsere Schwerter und Bögen stehen zwischen dem Bösen, das unsere Welt vernichten will und den Schutz suchenden Bürgern.
Ich bin Sera Eldwyn, die Beschwörerin der Wächter und es liegt an mir und den anderen Wächtern, die untote Gefahr zu bannen, die sich wie ein Schleier über Itharia zu legen droht. Das „Gefallene Königreich“ ist
auf Kriegszug mit dem Ziel alles Leben zu vernichten. Das können wir nicht zulassen, denn…
WIR SIND DIE WÄCHTER!

Ganz Itharia erzittert, wenn mein Name genannt wird. Alle wissen sie, dass ich der erste war, der vor über tausend Jahren einen Beschwörungsstein fand und mir die Welt Untertan machte.
Heute glauben die einfältigen Völker, dass sie meiner Herrschaft ein Ende bereiten können, weil sie ebenfalls über Beschwörungssteine verfügen. Diese Narren! Die Wächter werden als erste erfahren, was es bedeutet sich mit dem Herren des Gefallenen Königreichs anzulegen.
Ich bin Ret-Talus, Gebieter über alles Leben ... und den Tod!


Zug 1
Nachdem ich wie immer meine Truppen sehr kompakt auf das Schlachtfeld geführt hatte, lasse ich einen meiner Ehernen Bogenschützen auf den untoten Skelettschützen anlegen. Er ist erfolgreich, allerdings kann ich mit dem Untoten nicht meinen Magievorrat vergrößern, da er nach erfolgreichem Wurf in den gegnerischen Ablagestapel wandert. Sehr ärgerlich. Das erschwert es mir, weitere Truppen zu beschwören.

Nun werden die Wächter meine Macht zu spüren bekommen! Mit meiner "Zwangsbeschwörung" reduziere ich die Kosten für meinen Champion um satte fünf Punkte, und schicke so gleich zu Beginn Dragos, den Vampirfürsten auf das Schlachtfeld. Doch hat mächtige Magie ihren Preis. Ich nehme zwei Wundenmarker auf mich und halte mich vom Schlachtgetümmel fern.

Zug 2
Um unsere strategische Position zu verbessern, platziere ich eine Mauer ganz am Rande meines Machtbereichs, um den gegnerischen Beschwörer in den nächsten Runden etwas unter Druck setzen zu können.

Dragos beweist gleich seinen Nutzen, indem er einen Wächterritter vernichtet und sich an seinem Blut labt. So heilt er sogleich seine Wunde, welche der schwächliche Ritter ihm zuvor zugefügt hat.

Zug 3
Eigenhändig zerstöre ich einen Zombiekrieger und die Kombination, die ich an meiner linken Flanke aufgebaut habe – ein Bogenschütze, hinter dem ein Priester steht – funktioniert hervorragend. Der Bogenschütze fügt dem Feind erneut Schaden zu und der Priester heilt die Wunde, die er soeben erleiden musste. Es ist einfach wichtig, das Leben wertzuschätzen und keine Einheit unnötig sterben zu lassen. Dies ist einer der Pfeiler, auf dem sich unsere Macht aufbaut. Ich kann schließlich nicht dem Leben meiner Leute weniger Wert zumessen als dem Leben derer, die wir geschworen haben zu beschützen.

Verbissen bekämpfen die Wächter meine untoten Horden. Sie haben keine Ahnung, dass ich die Gefallenen jederzeit wieder auf das Schlachtfeld rufen kann. Sehr bald schon werden die Wächter für ihren dreisten Angriff bezahlen!

Zug 4
Ein weiterer Eherner Bogenschütze, den ich beschworen habe, bildet nun ein Angriffs-Duo mit dem anderen Schützen. Dadurch erhalten beide einen zusätzlichen Angriffswürfel und gemeinsam mit dem Priester ist dies schon eine ziemlich gute Kombination – zumindest solange die Gegner nicht einen der drei töten können. Ärgerlicherweise beschwört der Feind recht wenige gewöhnliche Einheiten und ich sehe mich schon einem seiner Champions gegenüber, den meine  Wächter nicht so schnell töten können. Immerhin können die Bogenschützen einen weiteren feindlichen Skelettschützen ausschalten, der allerdings wieder nicht meine Magie ergänzt, sondern abgelegt wird. Wenn der Hass in meiner Natur läge, würde ich diese Skelett-Bogenschützen ganz sicher hassen!

Ich rufe einen Zombie-Krieger auf's Schlachtfeld, welcher sich sofort über einen der gegnerischen Ehernen Bogenschützen hermacht. Welch große Freude ist es, das Entsetzen der Kameraden des getöteten Schützen zu sehen, als sich dieser ebenfalls als Zombie wieder erhebt und den Kampf auf meiner Seite fortsetzt!
Derweil nimmt sich Dragos einen weiteren Wächterritter zur Brust und stillt seinen unendlichen Durst.

Zug 5
Meine Bogenschützen töten einen Sensenmann und der Priester heilt sofort wieder den Schaden, den sein Nebenmann erlitten hat. Das Königreich schickt einen weiteren Champion ins Rennen, wir werden uns wohl sehr bald um die beiden kümmern müssen, bevor sie meinen Truppen zu großen Schaden zufügen.

Selbst Dämonen erzittern vor meiner Macht! Zum Beweis beschwöre ich Elut-Bal, die blutrünstigste Macht in meinen Diensten. Glücklicherweise kann ich den magischen Aufwand reduzieren, wenn Elut-Bal ein Opfer dargebracht wird. So werfe ich ihm einen meiner Zombie-Krieger zum Fraß vor, um ihn für die Schlacht gefügig zu machen. Sogleich macht er sich über einen der gegnerischen Ehernen Bogenschützen her und lässt rein gar nichts von ihm übrig!

Zug 6
Ein weiterer beschworener Ritter soll den feindlichen Champion zurückhalten und mich aus Nahkämpfen heraushalten. Schließlich liegt meine Stärke darin, Einheiten zu heilen und nur in der größten Not werde ich mich auf meine Angriffe verlassen.

Und schon tut sich eine Lücke in der gegnerischen Verteidigung auf. Ich beschwöre einen meiner Skelettschützen und lasse ihn aus der Ferne auf Sera feuern. Er fügt ihr eine erste Wunde zu und eine Welle der Genugtuung überkommt mich. Diese wird noch größer, als Elut-Bal und Dragos jeweils einen weiteren Wächterritter zu Boden schicken. Ich kann den Sieg schon fast schmecken!

Zug 7
Es ist an der Zeit eine der Champions des Lichts zu beschwören, meine Freundin Raechel wird mich nun auf dem Schlachtfeld unterstützen. Außerdem sind meine Leute so sehr unter Druck, dass ich eine meiner mächtigsten Waffen ausspielen muss: Mein „Beschwörungswirbel“ erlaubt es mir drei Magiepunkte von meinem Ablagestapel zu nehmen, um weitere Einheiten zu beschwören. In Kombination mit einem „Heiligen Urteil“, das meinen Priestern kurzfristig fast übermenschliche Kräfte gibt, kann mein Priester einem der feindlichen Champions fürchterlichen Schaden zufügen und auch mein Eherner Bogenschütze erledigt wieder einen gegnerischen Skelettschützen. Ärgerlicherweise bewirkt auch dieser keinen Anstieg meiner magischen Macht.

Das Weib scheint doch etwas stärker zu sein, als ich es mir vorgestellt habe. Ihre Priester verfügen über große Macht und setzen Dragos stark zu. Zu allem Überfluss scheint sie noch eine ihrer Freundinnen auf das Feld gerufen zu haben, welche mit ihren gleißenden Pfeilen für Unruhe unter meinen Truppen sorgt.

Zug 8
Ein weiteres „Heiliges Urteil“ sorgt dafür, dass meine Priester Dragos, einen der Champions der Untoten, und einen Zombie-Krieger zerstören können! Doch was ist das? Ich sehe mich einem weiteren frisch beschworenen Champion gegenüber und mir steht nur noch ein „Heiliges Urteil“ zur Verfügung!

Dragos hat seinen letzten Atem ausgehaucht, dieser Schwächling! Sie glaubt doch nicht im Ernst, dass ich ihr das durchgehen lasse? Ich konzentriere meine Macht und rufe meinen dritten Champion auf das Feld: Skhull! Meine Marionette des Todes wird dich schon noch Respekt lehren!

Zug 9
Glücklicherweise steht mir dieses letzte "Heilige Urteil" gerade zur Verfügung und zweien meiner Priester gelingt es, die soeben beschworene untote Marionette zu töten, bevor sie großen Schaden in meinen Reihen ausrichten kann. Neeeeeeein! Der letzte Champion des Feindes tötet Raechel. Nie wieder werde ich ihr glockenhelles, ansteckendes Gelächter hören!

Nun ist sie wahrlich zu weit gegangen! Meine schönste Kreation, Skhull, vernichtet von ihren ekelerregenden Priestern! Meine Rache kommt auf dem Fuß!
Ich beschwöre einen Sensenmann, und hetze ihn Sera direkt auf den Hals. Danach unterziehe ich Sera einem "Magieentzug" und raube ihr so einen Teil ihrer magischen Kraft. Ein gezielter Hieb des Sensenmanns raubt ihr nun auch noch einen Teil ihrer Lebenskraft, doch das reicht noch nicht! Denn Elut-Bal macht nun auch ihrer Freundin den Garaus. Spüre den Schmerz, Wächterin!

Zug 10
Auch konzentrierte Angriffe meiner Einheiten schaffen es nicht, den Sensenmann zu töten, der unsere strategische Position auf dem Schlachtfeld stark schwächt und nicht zuletzt mir eine Wunde zufügt!

Während der Sensenmann weiter auf Sera eindrischt, beschwöre ich einen weiteren Zombie-Krieger, um das Schlachtenglück endgültig auf meine Seite zu bringen.

Zug 11
Um diese direkte Gefahr auszuschalten beschwöre ich zwei Ritter und es gelingt uns den Sensenmann und einen Zombie-Krieger ihrer letzten Ruhe zuzuführen. „Göttliche Stärke“ sorgt dafür, dass meine Truppen nun wieder frisch und unverletzt dem Rest des Gefechts entgegen sehen können.

Das Schlachtfeld ist mittlerweile angefüllt von toten Körpern, das kommt mir gerade recht! Zunächst beschwöre ich einen weiteren Zombie, lasse eine Mauer zu meinem Schutz errichten und erfülle zum Schluss mit meiner Beschwörerfähigkeit "Seelenernte" einen der toten Körper wieder mit Leben. So erhebt sich ein Sensenmann um für mich erneut bis in den Tod zu gehen!

Zug 12
Um meine defensive Position etwas zu stärken, platziere ich eine Verteidigungsmauer zwischen mir und den direkten Angreifern. Derzeit sieht es nicht schlecht aus, allerdings dürfte es zu einem Problem werden, dass mein Gegner noch mehr Unterstützung zur Verfügung hat. Lange kann ich nicht mehr auf neue Einheiten und göttliche Unterstützung zurückgreifen.

Elut-Bal treibt unter den Lebenden weiter sein Unwesen und tötet einen der verdammten gegnerischen Priester. So langsam zeichnet sich ab, dass ein Untotenkönig nunmal am Ende immer den längeren Atem hat.

Zug 13
Mir stehen in dieser Phase fes Kampfes keine Möglichkeiten mehr offen und es gelingt mir nicht, gegnerische Einheiten zu zerstören und mich dem feindlichen Beschwörer zu nähern.

Ich stelle einen weiteren Sensenmann unter meine Dienste, welcher Sera sofort eine weitere Wunde zufügt. Die Schlinge zieht sich zu!

Zug 14
Nun kann ich einen weiteren Ritter auf das Schlachtfeld schicken, aber auch mit ihm zusammen kann ich den Sensenmann nicht zu seinen Göttern – wenn er denn welche hat – schicken. Erneut kann er mir eine schwere Wunde zufügen und ich merke, wie das Leben aus meinem Körper rinnt – zudem spüre ich um Ret-Talus böse Energien, die mich Übles vermuten lassen. Zusammen mit der Tatsache, dass meine Unterstützung nun komplett aufgebraucht ist, muss ich mich langsam mit dem Gedanken anfreunden, dass es dem Ende entgegen geht und das Böse weiter Fuß fassen kann.
So schnell kann es gehen, eben noch wähnte ich uns auf der Siegerstraße, jetzt gehen mir allerlei düstere Gedanken durch den Kopf – ob das wohl mit der untoten Macht des Ret-Talus zusammenhängt?

Elut-Bal ist durch den langen Kampf mittlerweile angeschlagen. In meiner außerordentlichen Güte gewähre ich ihm ein "Dunkles Opfer". Indem ich einen meiner Sensenmänner zerstöre, kanalisiere ich dessen Lebenskraft und heile damit meinen Lieblingsdämon. Dieser revanchiert sich postwendend, als er einen der Ehernen Bogenschützen in's Jenseits befördert. Der andere Sensenmann setzt sein Werk fort und bringt einen weiteren Angriff auf Sera in's Ziel. Das Ende ist nah!
Schließlich stürze ich mich nun selbst in's Kampfgetümmel und töte einen der Wächterritter, welcher mir gefährlich nahe gekommen war.

Zug 15
Es gelingt mir zwar, den Sensenmann zu zerstören, aber nun sehe ich mich fast alleine einer feindlichen Übermacht gegenüber.

Ich mache mir erneut meine Fähigkeit der "Seelenernte" zunutze und lasse einen weiteren Zombie-Krieger wiederauferstehen. Derweil tötet Elut-Bal einen weiteren Ehernen Bogenschützen.

Zug 16
Ich werde vorerst zurückweichen, um die Feinde später umso teurer für meinen Tod zahlen zu lassen.

Sera wünscht sich wohl, dass sie mir niemals im Kampf gegenübergetreten wäre! Ihre letzten Verbündeten scharen sich um sie, doch das wird sich schnell ändern! Mein Zombie-Krieger tötet einen Wächterritter und macht ihn zu einem von uns. In deinen letzten Augenblicken wirst auch du begreifen, dass ich dich im Tod zu einer Dienerin des Gefallenen Königreichs machen werde!

Zug 17
Stirb, Sensenmann! Wenigstens diese Übel konnte ich noch aus der Welt schaffen, bevor Ret-Talus meinem Leben ein Ende bereitete.
Aber dies ist nicht die endgültige Niederlage, denn ich bin nicht alleine! Auch im Moment meines Todes steht es mir wie eine Mut machende Kriegsstandarte vor Augen:
WIR SIND DIE WÄCHTER!

Zum Schluss steht sie dann direkt vor mir, dieses schwächliche, sterbliche Wesen, Sera Eldwyn. Meine Horden haben sie umkreist, Elut-Bal dürstet nach ihrem Fleisch. Doch alle weichen sie zurück, zurück vor ihrem Gebieter, der persönlich das Ende herbeiführen wird. Meine dunklen Energien durchströmen sie, lassen sie ein letztes Mal die Schmerzen der Sterblichkeit fühlen. Schon bald wird sie als Sklavin Seite an Seite mit meinen Truppen sehen, wie alle Länder Itharias wieder unter der Macht von Ret-Talus und des Gefallenen Königreichs erzittern!

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