Mittwoch, 31. Juli 2013

Der Nerdpol...

... ist eine Community, die aus der kleinen, aber stetig wachsenden deutschsprachigen Rollenspiel-Youtube-Community heraus erwachsen ist. Schaut mal vorbei, damit ich mir nicht mehr so unfassbar alt vorkomme.

Die Herren Löwenthal und Götz auf der Seifenkiste zu Gast bei den Söhnen Sigmars

Naja, auf jeden Fall haben wir uns bei der FeenCon mal wieder um Kopf und Kragen geredet...


Ich weiß nur noch, dass es recht heiß war, immer Leute an uns vorbeiwollten, es um die Themen Kickstarter und Rollenspielpreis ging und die mittelalterliche Tanzdarbietung nicht gerade der Klangqualität zuträglich war.


Freitag, 26. Juli 2013

Gammaslayers inda house!

Huzza! Eigentlich sollte es ja 2004 erscheinen. Und 2005. 2006. 2007. 2008. 2009. 2010. 2011 oder 2012. (Jahreszahlen aus dem Gedächtnis geschätzt)

Aber jetzt ist es endlich da! GAMMASLAYERS - die verstrahlte Mutantenversion von Dungeonslayers ist endlich gedruckt erhältlich.

Auf der FeenCon in Bonn kann man ein paar vorab gedruckte Exemplare ergattern. Ich konnte ja vorab schon einen Blick hinein werfen und das Teil liest sich wirklich gut. Ich bin ja mittlerweile mehr der Setting- als der Regelsystem-Typ und gerade die Setting-Infos gefallen mir echt gut. Da wird ganz sicher in den nächsten Wochen mal eine Runde fällig. Wenn jemand ein kleines Abenteuer hat, das getestet werden muss...

Sonntag, 21. Juli 2013

[Le(RSP)BidÖ] Es ist mal wieder so weit...

Zugegeben - eine sehr, sehr geile Abkürzung auf Deutsch - hat was von "Libido".

Gemeint ist natürlich "Lies ein (Rollenspiel-)Buch in der Öffentlichkeit". Ausgerufen wurde diese Aktion vom Escapist-Blog und findet mittlerweile dreimal im Jahr statt - zum nächsten Mal in der kommenden Woche vom 21. Juli an. Wie der Name schon sagt, wird dazu aufgerufen, sich nicht zu scheuen, seine Rollenspielbücher auch mal woanders als im heimischen Keller zu konsultieren.

Das ist jetzt nix Besonderes, lese ich doch egal wo ich bin Rollenspielbücher, ohne mir dabei irgendwelche Gedanken zu machen - sei es im Lehrerzimmer, im Bus, auf einer Bank in der Stadt... Völlig wurscht!

Ich frage mich allerdings, welche Funktion diese Woche haben soll und kann mir drei mögliche vorstellen - zum einen könnte es der Vernetzung dienen, wenn man von anderen Rollenspielern darauf angesprochen wird und so ins Gespräch kommt. Dann könnte ich mir vorstellen, dass es dem Rollenspielnerd selbst persönlich weiterhelfen könnte, wenn er sieht, dass sein Hobby nicht so wahnsinnig obskur und abartig ist, wie es ihm seit Mitte der 80er eingeredet wird. Schließlich und endlich könnte auch die Öffentlichkeit darauf aufmerksam werden, dass es in ihrer Mitte Leute gibt, die komische dicke Bücher mit fantastischen Covern durchblättern - auch hier könnten Gespräche dazu beitragen, dass das Hobby etwas mehr in die Mitte der Gesellschaft rücken. Gerade beim letzten Punkt, den ich für ganz interessant halte (obwohl ich in den letzten 30 Jahren etwa zweimal auf meine Rollenspielbücher angesprochen worden bin), sollte man natürlich Wert darauf legen, dass der lesende Rollenspieler sich von seiner (vielleicht sogar gewaschenen?) Schokoladenseite zeigt und es schafft in kurzen prägnanten Sätzen zu schildern, was er da liest und nicht die nächsten 5 Stunden von den Heldentaten seines Lieblingscharakters erzählt oder von eine besonders blutrünstigen In Nomine Satanis-Runde schwärmt...

Donnerstag, 18. Juli 2013

[Unterschätzte Monster] Pool of Radiance - sprich: Forgotten Realms: Mondseeregion

Heute nehmen sich Frank Ditsche und ich mal ein paar klassische AD&D 1-Monster vor, denen man im besten Computer-Rollenspiel aller Zeiten - Pool of Radiance - begegnet.
(Als Tipp für Menschen, die zu spät geboren wurden - Aulddragon hat bei Youtube ein geniales "Let's Play" in 50 Teilen, in dem er sich einmal komplett durchwurschtelt. Sehr ansehenswert.)

In anderen Worten: Wir befassen uns mit ein paar klassischen Monstern der Forgotten Realms - der Vergessenen Reiche.





Beginnen wir mal "klein" - in den Slums von Phlan begegnet man zuerst Kobolden, Goblins und Orks. Nehmen wir uns doch aus dieser Liste die mickrigsten Würmer vor:

Moritz: Beginnen wir doch mal klassisch - was für Erinnerungen hast du an Kobolde?

Frank: Nicht viele - ausser das man bei Pool of Radiance so sch
ön viele Mehrfachangriffe geegn sie machen konnte.

Moritz: Ja, die AD&D 1-Regel war super. Man konnte so viele Monster mit weniger als 1 Trefferwürfel angreifen, wie man als Stufe hatte. Das waren bei späteren
Gelegenheiten auf Stufe 6 oder 7 schöne Schlachtfeste, wenn man den kleinen Schlawinern in der Umgebung von Phlan begegnete. Verwendest du als Spielleiter Kobolde?

Frank: Ich habe schon ewig nicht mehr geleitet. Aber klaro.

Moritz: Ich liebe es ja, die Kobolde als kleine fise Kerlchen mit gewisser Bauernschläue anzulegen. So verschanzen sie sich in ihren Bauten sehr trickreich mit vielen Fallen und Gimmicks. Bei PoR sind sie ja (leider) mehr Schlachtvieh. Sonst noch Anmerkungen zu den winzigen Schlawinern?

Frank: Hehe, war ja klar. Ja, kann man viel machen. Ne, eigentlich nicht.


Moritz: Okay, dann gehen wir mal weiter. Direkt in den Slums ist - in der Old Rope Guild - ein Raum mit Trollen ein?
zwei Ogern und 4 Trollen. Ziemlich fies, da die Gruppe zu diesem Zeitpunkt allermaximalst die 2. Stufe erreicht hat. Natürlich kann man sich den Raum auch für einen späteren Zeitpunkt aufheben, wenn man selber mächtiger ist,aber dann bekommt man auch die fette Belohnung für das "Säubern" der Slums erst später. Was fällt dir zu

Frank: Fies, fies, fies, weglaufen, weglaufen, weglaufen. Habe die ja immer auf unteren Stufen getroffen. Regenerieren wie blöde. Und immer Fackeln benutzen. 

Moritz: Bei PoR gab es in diesem Kampf ein paar Kniffe. So musste man versuchen, die Oger zwischen
sich und den Trollen zu halten, da sie weniger Angriffe hatten - aber leider auch ordentlich reingeknallt haben. Hatte man einen Troll besiegt, musste man einen Charakter auf die Stelle stehen, wo der Troll gestorben war. Dann konnte der Computer ihn nicht nach ausreichender Regeneration wieder dort erscheinen lassen.

Frank: Immer dieses Rules Lawyering - jetzt auch schon in den Computerspielen.

Moritz: Man hatte aber auch sonst echt keine Chance. Ich habe ja als letzte Spieler-Erinnerung an Trolle das Folgende. Und in meiner kleinen Phlan-Kampagne mit meinen Spielern habe ich die gleiche Erfahrung gemacht, wie du schilderst. Zuerst sind sie weggerannt, haben sich neu organisiert und versucht mit einer Strategie um die Ecke zu kommen.

Frank: Hehe.


Moritz: Sagen dir Ankheg was? Die konnte man bei PoR in den Sümpfen im Nordwesten von Phlan
antreffen.

Frank: Ja, kenne ich.

Moritz: ... und?

Frank: Da habe ich keine Anekdote zu. Ich krame mal den Eintrag raus.

... Stunden später: Ein Monster, bei dem man hoffen muss, dass der SL es nicht ganz so fies einsetzt.
Es gräbt sich ein, und greift dann von unten an. 1W6+2 TW, guter ETW0, und dann noch 3W6 plus 1W4 Schaden. Da ist schnell Schicht im Schacht aus dem er kommt.
Glücklicherweise ist mir das Ding noch nicht begegnet, aber vielleicht kannst du uns ja was erzählen.
Moritz: Ich habe extra nochmal nachgesehen - die Werte sind mit denen von AD&D 1 (auf dem PoR ja basiert) identisch. Auch da haben sie ordentlich reingehauen. Gerade beim ersten Zusammentreffen habe ich mich richtig erschreckt, als sie einfach aus dem Nichts auftauchten und in einer Überraschungsrunde mal amtlich unter meinen Leuten aufgeräumt haben. Und dann gab es noch einen kompletten unterirdischen Bau mit haufenweise von den Biestern - und die Schätze, die sie hatten, waren eher mickrig.
Für mich sind das so eine Art Proto-Thri-Kreen und außerdem sind sie denkwürdig, da sie direkt das zweite Monster im englischen AD&D 1 Monsterhandbuch 1 sind - nach dem Aerial Servant...

Frank: Wirklich? Gleich mal nachschauen.
Moritz: Während du nachsiehst, kannst du dir schonmal was zu Riesenskorpionen überlegen. Die kann man mit etwas Pech sehr früh im Spiel - auf Thorn Island treffen - uns später nochmal in Cadorna's Textile House, wenn die Gruppe deutlich mächtiger ist, aber die Biester noch ebenso tödlich...
Frank: Harte Viecher. Drei Angriffe, Save or Die, Maximalschaden 24. Wow.
Moritz: Ja. Bei PoR hast du ja als maximale Stufe 8 - da sind deine Rettungswürfe auch gegen Ende nicht so gefestigt, dass du einen Stachelstich von den Jungs locker wegstecken würdest. Und ich erinnere mich dran, dass die Kämpfe im Spiel zwar räumlich begrenzte Zufallsbegegnungen waren, dass diese aber auf jeden Fall "irgendwann" mal vorkamen und nicht zu umgehen waren. Sehr ärgerlich und ein Quell so manchen Save Game-Nachladens.
Lass uns mal überlegen, was wir als nächste Folge bringen.

Mittwoch, 17. Juli 2013

Space: 1889 Returns!



Ich haue mal einfach die Pressemitteilung raus - ist es doch das erste Mal seit langem, dass ein deutscher Verlag versucht, international Fuß zu fassen. Meine Daumen sind gedrückt.

Seit etwa 1,25 Stunden läuft der Kickstarter für die englischsprachige Fassung von Space: 1889. 

Für ganz Eilige hier direkt der Link zum Kickstarter... 

Space: 1889 Returns!

Cologne & Swindon, July 2013

Wednesday July 17th sees the launch of a new Kickstarter by Clockwork Publishing and Chronicle City to fund the new English version of the award-winning RPG Space: 1889.

“The year is 1889 and Mankind has conquered the inner planets of the Solar System and now travels through the Ether between worlds. We discovered the ancient culture of the Martians and the misty wilderness of Venus. Mercury is a world of extremes, but rich in valuable raw materials. The Asteroid Belt and the Earth’s moon, Luna, are still waiting for further exploration. And there is still a lot to discover on Earth itself.

Under the burning sun of the Martian steppes, the steamy mists of the Venusian jungle, the deadly cold of the Dry Ice Zone on Mercury, or at the banks of the Amazon River on good old Earth – the world of Space: 1889 is full of adventures.”

·                  Everything Jules Verne could have written.
·                  Everything H.G. Wells should have written.
·                  Everything A. Conan Doyle thought of but never published because it was too fantastic.
·                  Everything you need for the adventures of the century.


Front Cover of the Standard Space: 1889 Core Rulebook

Almost 25 years ago, well known game designer and author Frank Chadwick came up with the idea of a roleplaying game set in a world inspired by the fantastic novels of early Science Fiction authors like Jules Verne or H. G. Wells.
Space: 1889 was first published in 1988 by Game Designers Workshop, followed by several additional products, amongst them supplements like “Ironclads and Ether flyers,” adventures like “Canalpriests of Mars,” and board games like “Temple of the Beastmen.”

GDW is long gone but, nevertheless, the fan-base has hung on to this “roleplaying game in a more civilized time” and with the growing popularity of 'steampunk culture' the time has never been better to reintroduce a new edition of the game for old and new fans alike.

The Space: 1889 Crowdfunding project is a cooperation between Uhrwerk Verlag/Clockwork Publishing, Chronicle City, and the master himself, Frank Chadwick.

Already released in German in 2012, the new version features new rules, new artwork, and extended background information that hadn't been available before. Working closely with Space: 1889 creator, Frank Chadwick, a completely new rulebook has been produced, not only building on the original version from the 1980s and 1990s but expanding it in accordance with what has been produced before.

The new version of Space: 1889 uses the fast and easy to learn Ubiquity-ruleset from Exile Games Studios, an award winning system invented by Jeff Combos and used by the RPG Hollow Earth Expedition.

With this new Kickstarter project we hope to expand the exciting new Space: 1889 RPG to where it has its roots: the English-speaking world. We are hoping the core rulebook will be the start of a whole range of Space: 1889 products in English. With each reached stretchgoal, we will be adding new adventures, sourcebooks, accessories or other items.

Come and join us on an exciting voyage through the solar system and visit the deserts of Mars, the dense jungles of Venus or the icy cold of the dark side of Mercury.


Limited Edition versions of Space: 1889 Core Rulebook


About Clockwork Publishing
Clockwork Publishing (or to be more precise: Uhrwerk Verlag, which is the german name, but quite unpronouncable to our english customer base) has been publishing RPGs since 2009, including the German versions of Hollow Earth Expedition, Deadlands: Classic and The One Ring, as well as a lot of RPGs of german origin like Dungeonslayers and Das Schwarze Auge – Myranor. Patric Götz, the owner of Clockwork Publishing, is working in the RPG industry for over 15 years and still hasn't managed to find a decent job somewhere else.

About Chronicle City
Chronicle City is a British based games company set up by multi-award winning publisher Angus Abranson (ex-Cubicle 7 Entertainment; Leisure Games). Chronicle City works with a number of companies and designers, helping to publish and distribute their games. In addition they also develop and license settings to create there own roleplaying, card and board games. Angus has long been a fan and supporter of the steampunk genre, and still has the character sheet of his first Space: 1889 character from when the game was first released!

---------------
For more information on Space: 1889, the Kickstarter the companies involved, or to arrange interviews or previews of the game and the creators behind it, please contact us on info@chroniclecity.com

[Karneval] Zufallstabelle: Verhalten von trotteligen Hilfstruppen

In diesem Monat nehme ich auch nochmal am Blog-Karneval teil. Das Thema im Juli ist "Ausgepresst" - es wird ausgerichtet von Bombshell und kann im Forum von RSP-Blogs diskutiert werden...

Nachdem mir Greifenklaue, der fiese Möpp, die Idee vor der Nase weggestohlen hat, mir eine klassische Rätsel-Folge der Drei Fragezeichen zur Brust zu nehmen und die Rätsel für das Rollenspiel aufzubereiten, musste ich schnell umschwenken.

Auf meiner heutigen Jogging-Runde kam mir dann die zündende Idee. Ich höre nämlich gerade die Tonspur von der ConLine-Runde "Meister der Magie" geleitet von Tsu, die tatsächlich fast schon hörspielmäßige Qualitäten aufweist.
Hier verwendet er auflockernd als eine Art "comic relief" die vier marsianischen Hilfstruppen, die der Expedition zugeordnet sind. Diese melden sich immer mal wieder trottelig zu Wort oder machen dusselige Sachen - die Idee lässt sich doch ganz sicher in einer schicken Zufallstabelle ausarbeiten.

Die hier angeführte Tabelle ist speziell für marsianische Hilfstruppen im System Space 1889 erstellt - mit minimalen Änderungen sollte sie aber natürlich auch die klischeetriefenden schwarzafrikanischen Hilfsregimenter, zur Unterstützung geeilte Koboldkrieger, Dick und Doof im schottischen Infanterieregiment oder die Kämpfer der Ostfriesengarde darstellen können.

(Aside: Ihr wisst nicht, was der Blogger-Karneval ist? Lest hier...)


Würfelt einfach mit 4W6 auf dieser Tabelle:
4 Ein Soldat blickt beim Morgenappell in sein Gewehr, popelt im Lauf herum und bleibt mit dem Finger darin stecken.
5 Ein Soldat trägt nicht die komplette Uniform.
6 Ein Soldat uriniert bei einem gesellschaftlichen Anlass (oder einfach in der Öffentlichkeit) in eine Ecke.
7 Ein Soldat mischt sich in das Gespräch eines Vorgesetzten ein und stellt eine dämliche Frage zu diesem Gespräch
... bis hierher kamen die Tabellenelemente aus dem Online-Spiel, der Rest wurde von mir für die Fortsetzung des Abenteuers ergänzt.
8 Ein Vorgesetzter ruft einen der Soldaten zu sich - allerdings laufen gleich drei eifrig los, um ihm zu Diensten zu sein, und fallen übereinander.
9 Ein Soldat schläft beim Morgenappell ein und fällt um.
10 Ein Soldat nennt seinen Vorgesetzten immer "Mama" in seiner jeweiligen Heimatsprache.
11 Die Soldaten vergessen permanent ihre Waffen.
12 Ein Soldat fällt beim Hauch von Gefahr in Ohnmacht.
13 Ein Soldat benutzt für jede alltägliche Verrichtung seine Schusswaffe. (Nachts die Lampe löschen, Flasche öffnen, Beseitigen einer Mückenplage...)
14 Beim ersten Anblick eines potentiellen Feindes prescht einer der Soldaten laut brüllend vor und schwenkt sein Gewehr über dem Kopf.
15 Ein Soldat verzichtet "aus religiösen Gründen" auf jegliche Körperhygiene.
16 Soll ein bestimmter Soldat eine Aufgabe erfüllen, so knobelt die gesamte Gruppe aus, wen sie schickt - egal wie dringend der Auftrag ist.
17 Einer der Soldaten kann seine Schuhe nicht binden und stolpert permanent über die Schnürsenkel.
18 Ein Soldat trägt eine kleine runde Brille und ist der "Professor" seines Stammes. Er möchte jeden Befehl und jede gestellte Aufgabe zuerst einmal in Ruhe durchsprechen.
19 Ein Soldat leidet unter selektivem Mutismus kann nicht mit Männern reden.
20 Ein Soldat hat seinen Glücksbringer verloren und weigert sich, sich in Gefahr zu begeben.
21 Zwei der Soldaten sind Zwillinge und streiten sich ständig im Hintergrund.
22 Ein Soldat ist sehr sensibel und beginnt zu weinen, wenn er angeschrien wird oder man laut mit ihm redet.
23 Ein Soldat quatscht bei jeder Gelegenheit und ist auch in Reih und Gleid nicht zum Schweigen zu kriegen.
24 Der Klassiker: Ein Soldat macht immer das genaue Gegenteil von dem, was man ihm aufträgt.

Fachleute haben vielleicht festgestellt, dass ich bei Punkt 19 sogar noch eine weitere Quelle mit ausgepresst habe...

Montag, 15. Juli 2013

[DCC RPG] The Portal under the Stars

Ich bereite gerade meine 3 DCC-Runden vor und habe daher nochmal eine kleine (aus dem Handgelenk) geschüttelte Übersetzung für euch am Start - SO wird der Spieler in das Einsteiger-"Funnel"-Abenteuer THE PORTAL UNDER THE STARS empfangen, das man im Regelwerk findet und im Schnellstarter des Free RPG Day 2001:

Lange Jahre habt ihr wie all die anderen Bauern auf den Feldern geschuftet, im Sommer verschwitzt und staubig, nur um bei Wintereinbruch in eurer schäbigen Kleidung zu frieren. Die diesjährige Erntesaison ging wie gewohnt zu Ende, aber der Herbst hat dem Alten Roberts übel mitgespielt. Als ihr ihn an seinem Sterbebett besuchtet, ging sein Atem nur noch stoßweise und er faselte etwas von Sternenkonstellationen, die es nicht mehr gegeben hätte, seit er ein kleiner Junge gewsen wäre. Das letzte Mal, dass der Leere Stern am Himmel zu sehen gewesen wäre, wäre schon mehr als fünfzig Jahre her gewesen. Im Licht dieses merkwürdigen Sterns hätte sich drüben bei den alten Steinhügeln ein Portal geöffnet. Darin hätte er Juwelen gesehen, wunderbar gearbeitete Stahlspeere und emaillierte Rüstungen. Er wäre aber weggerannt, als ihn der eiserne Mann angegriffen hätte. Nun, alt und im Sterben liegend, wünschte er sich, er hätte die Chance ergriffen, ein Leben als Abenteurer zu führen.
Nun steht der Leere Stern erneut am Firmament und ein junger Mann mit genügend Mumm in den Knochen könnte sich darüber erheben, ein einfacher Bauer zu sein - wenn er nur die Chance ergreifen würde, die der Alte Roberts nicht wahrgenommen hat.
Ihr greifst die Gelegenheit beim Schopf und steht nun vor den monolithischen Felsen der alten Steinhügel, unter dem sanften Licht des weiten Sternenhimmels. Der Leere Stern steht hell und deutlich genau über euch. Drei der gigantischen Steinblöcke lehnen wie zufällig aneinander und bilden ein aufrecht stehendes rechteckiges Tor von der Größe eines Mannes. Sie scheinen genau auf dem Weg des Sterns zu liegen. In dem Moment, in dem der Stern genau im Zenit über euch steht, verfängt sich sein Licht im Portal und ein schimmernder, von Steinen eingefasster Pfad wird auf der anderen Seite sichtbar. Ihr ergreift eure Mistgabeln fester als unbedingt nötig und schreitet mutig durch das Tor hindurch, das noch wenige Momente zuvor gar nicht da war; vor eurem geistigen Auge Bilder von Juwelen und brennenden Weizenfeldern...

Jaaaaa, der Konjunktiv ist in seiner hässlicheren Form übersetzt, ich weiß. Hätte ich das aber komplett "schick" übersetzt, würde es sich an manchen Stellen für das Auge das Jahres 2013 noch viel merkwürdiger lesen.

Donnerstag, 11. Juli 2013

[DCC RPG] Berufe der Stufe 0-Charaktere

Wie zu manchem durchgedrungen sein dürfte, beginnt die Abenteurerkarriere beim DCC-Rollenspiel als ganz stinknormaler Dorfbewohner mit nicht viel mehr als 1W4 Trefferpunkten und einem erlernten Beruf - per Zufall mit einem W100 bestimmt. - und wo ich gerade schon am Übersetzen bin haue ich mal schnell noch die knapp 100 Berufe raus.

Optimierungsvorschläge sind natürlich willkommen:

01 Alchemist (alchemist)
02 Tiertrainer (animal trainer)
03 Waffenschmied (armorer)
04 Astrologe (astrologer)
05 Barbier (Barber)
06 Büttel - wahrscheinlich eher "Pedell" oder "Kirchendiener), da es in dem Fall kirchlich zu sein scheint (beadle)
07 Bienenzüchter (beekeeper)
08 Grobschmied oder Hufschmied (blacksmith)
09 Metzger (butcher)
10 Karawanenwache - irgendwie unelegant (caravan guard)
11 Käser (cheesemaker)
12 Schuster (cobbler)
13 Schwindler / Hochstapler / Trickbetrüger (confidence artist)
14 Fassbinder oder Böttcher (cooper)
15 Straßenhändler (costermonger)
16 Taschendieb (cutpurse)
17 Grabenausheber (ditch digger) Da bin ich sehr unzufrieden mit!
18 Zwergischer Apotheker (dwarven apothecarist)
19-20 Zwergischer Grobschmied (dwarven blacksmith)
21 Zwergischer Kistentischler (dwarven chest-maker)
22 Zwergischer Hirte (dwarven herder)
23-24 Zwergischer Bergarbeiter (dwarven miner)
25 Zwergischer Pilzzüchter (dwarven mushroom-farmer)
26 Zwergischer Rattenfänger (dwarven rat-catcher)
27-28 Zwergischer Steinmetz (dwarven stonemason)
29 Elfischer Kunsthandwerker (elven artisan)
30 Elfischer Anwalt (elven barrister)
31 Elfischer Kerzenmacher (elven chandler)
32 Elfischer Falkner (elven falconer)
33-34 Elfischer Förster (elven forester)
35 Elfischer Glasbläser (elven glassblower)
36 Elfischer Navigator (elven navigator)
37-38 Elfischer Weiser (elven sage)
39-47 Bauer (farmer)
48 Wahrsager (fortune-teller)
49 Glücksspieler (gambler)
50 Scheißegräber (gongfarmer)
51-52 Totengräber (grave digger)
53-54 Gildenbettler (guild beggar)
55 Halblings-Hähnchenmetzger (halfling chicken butcher)
56-57 Halblings-Färber (halfling dyer)
58 Halblings-Handschuhmacher (halfling glovemaker)
59 Halblings-Zigeuner (halfling gypsy)
60 Halblings-Kurzwarenhändler (halfling haberdasher)
61 Halblings-Seemann (halfling mariner)
62 Halblings-Geldverleiher (halfling moneylender)
63 Halblings-Händler (halfling trader)
64 Halblings-Vagabund (halfling vagrant)
65 Heiler (healer)
66 Kräuterkundiger (herbalist)
67 Hirte (herder)
68-69 Jäger (hunter)
70 Schuldknecht (indentured servant)
71 Narr (jester)
72 Juwelier (jeweler)
73 Schlosser (locksmith)
74 Bettelmönch (mendicant)
75 Söldner (mercenary)
76 Kaufmann (merchant)
77 Müller/Bäcker (miller/baker)
78 Musikant (minstrel)
79 Adeliger (noble)
80 Waise (orphan)
81 Stallbursche (ostler)
82 Gesetzloser (outlaw)
83 Seiler (ropemaker)
84 Schreiber (scribe)
85 Schamane vielleicht besser "Priester"? (shaman)
86 Sklave (slave)
87 Schmuggler (smuggler)
88 Soldat (soldier)
89-90 Knappe (squire)
91 Steuereintreiber (tax collector)
92-93 Fallensteller (trapper)
94 Gassenkind (urchin)
95 Wagner (wainwright)
96 Weber (weaver)
97 Zauberlehrling (wizard's apprentice)
98-100 Holzfäller (woodcutter)

Jeder Charakter besitzt zu Beginn je eine Waffe, mit der er umgehen kann, einen Gegenstand, der mit seinem Beruf zu tun hat und einen weiteren Gegenstand von der Ausrüstungsliste. Neben den Attributen und Trefferpunkten wird sonst eigentlich nichts mehr benötigt - ab in die Fleischmühle "Erster Dungeon"!!!


[DCC RPG] Sailors on the Starless Sea...

... vor Äonen von Jahren existierten an den Rändern der Zivilisation zahllose Chaoskulte. Für jeden heiligen Turm, der sich in die Höhe reckte, um die Tugenden der Gottheit und des Gesetzes zu preisen, gab es ein unheiliges Gegenstück, das den Menschen Macht und Reichtum als Gegenleistung für grausame Taten und blutige Opfer versprach. Die Menschen waren damals eine junge und törichte Rasse und so mancher Prinz und Tagelöhner verkaufte seine Seele, um sich über seine Mitmenschen zu erheben. Während aber die menschliche Zivilisation älter wurde und sich Stämme zu Clans zusammenschlossen und Clans zu Königreichen, schlug das Licht der Rechtschaffenheit das Chaos langsam zurück.

Um nicht gänzlich unterzugehen, suchten sich die Mächte des Chaos und des Bösen Krieger von tiefster Niedertracht und äußerster Grausamkeit, Sterbliche, die mit ihrer unermesslichen Willenskraft die Streitkräfte des Bösen gegen seine Feinde ins Feld führen konnten.

Die Chaoslords!

Zwei dieser Lords waren die Brüder Molan und Felan. Bösartig und listig jenseits aller Vorstellungskraft und ohne die kleinste Spur von Mitleid in ihren kalten Herzen, führten sie bestialische Horden zu zahllosen Siegen gegen die Mächte des Guten. Mit der Beute ihrer blutigen Feldzüge errichteten sie eine gewaltige Festung und überzogen die gesamte Region mit Schrecken und Gewalt.

Schließlich waren die Erfolge der Brüder aber auch ihr Verderben. Zusammengewürfelte Streitkräfte von Menschen, Zwergen und Elfen warfen sich in einem verzweifelten Kreuzzug gegen die Festung der unheiligen Brüder. Die verlustreiche Belagerung dauerte ganze neununddreißigTage lang. Erst am vierzigsten Tag konnte der Hauptmann der Elfen Felan den tödlichen Stoß verpassen.

Als er erkannte, dass seine Tage gezählt waren, zog sich Molan in die uralten Höhlen unter der Festung zurück. Zuerst beerdigte er seinen Bruder in einer verborgenen Gruft, die er zum Schutz mit nicht weniger als vier Schutzzaubern belegte. Dann, als die Armeen des Guten die Festung dem Erdboden gleichmachten, gab er seine sterbliche Hülle auf und übergab seine verdammte Seele den sich windenden Gliedern des Chaosgottes.

Molan forderte im Gegenzug nur eine Sache. Er wollte, wenn die Streiter für das Gute nach vielen, vielen Jahren wieder uneins seien, zurückkehren und sich an seinen alten Feinden rächen.

Diese Zeit ist nun angebrochen...

Nur mal so spontan aus der Lamäng übersetzt - der epische Hintergrund zu SAILORS OF THE STARLESS SEA, das ich wohl am Mittwoch leiten werde.

Montag, 8. Juli 2013

Sherlock Holmes und die Legende von Greystoke

Äh, ja! Nachdem ich bei Facebook auf diesen völlig wahnsinnigen Titel gestoßen war, konnte es nur noch die Sache von Sekunden sein, bis ich ihn mir irgendwo bestellte. Gesagt, getan. zwei Tage später lag das gute Stück im Briefkasten und bei 132 Seiten leistete es dann auch nicht viel Widerstand.

Titel: Sherlock Holmes und die Legende von Greystoke
Autor: Philip José Farmer
Übersetzer: Ben Sonntag
Lektorat: Thomas Michalski
Verlag: Atlantis
Format: Taschebuch, 132 Seiten
ISBN: 978-3-86402-066-7
Preis: 10€

Er kann's noch!!! Heureka! Und hier rede ich nicht von Arthur Conan Doyle oder Philip José Farmer, sondern von Thomas, dem Lektor, dem es hier gelungen ist, einen erfreulich fehlerlosen Roman auf die Menschheit loszulassen. Bärenstarke Leistung!
Die kann man aber allen Beteiligten attestieren. Die Übersetzung ist wirklich gelungen und liest sich schön flüssig runter und die gesamte Story ist einfach nett verschroben, obwohl sie ihren Vorbildern nicht in allen Elementen gerecht werden kann.

Aber kommen wir kurz zum Inhalt: Holmes und Watson werden im Jahr 1916 als betagte Herren von Mycroft noch einmal "reaktiviert", um einen Bazillus in ihre Gewalt zu bringen, der ursprünglich entwickelt wurde, um die Moral der deutschen Wehrkraft dadurch zu zersetzen, dass er die gesamten Sauerkrautvorräte vernichtet. Nun ist der Bazillus in die Hände der Deutschen geraten und könnte "umprogrammiert" werden und Ale oder Stout vernichten, was wiederum die Moral der Briten empfindlich schwächen würde.

Äh, natürlich! Schon klar! Dieser Aufhänger führt auf jeden Fall dazu, dass die beiden altern Säcke von einer Art Richthofen auf LSD und später von einem russisch-englischen Gentleman-Piloten nach Afrika transportiert werden. Dort kommen sie natürlich nicht dort an, wo es hingehen sollte, sondern müssen auf einem deutschen Zeppelin notlanden. Auch dieser macht es nicht mehr lange und sie landen inmitten eines Dschungels, wo sie von Tarzan (Greystoke) gerettet und anschließend von einem Kannibalenstamm gefangen genommen werden. Fehlt eigentlich nur noch Superman für eine wirklich gute Geschichte...

Ich persönlich habe mir noch etwas mehr "holmeseskes" erwartet. Okay. Die Geschichte wird konsequent aus der Sicht von Watson erzählt, wie man es aus den Holmes-Romanen kennt, Tarzan zeigt es den fiesen Deutschen in bester Predator-Manier ganz souverän, aber Holmes selber bleibt für mich persönlich etwas blass. Auf den ersten 70 Seiten beschränkt sich seine Holmesigkeit darauf, dass er ein intoleranter, dämlicher britischer Snob ist, auf den letzten 30 reimt er sich die "wahre Geschichte" hinter der Geschichte von Lord Greystoke zusammen, aber die ist so unfassbar abstrus, dass man sich nicht wie üblich denkt: "Brilliant kombiniert, Holmes! Darauf wäre ich nicht gekommen!", sondern eher "Was für ein Quatsch mit Soße. Das ist ja wahnsinniger als der Flieger zu Beginn, der immer dachte, er würde von fliegenden Riesenkakerlaken attackiert!" Schade, da hätte mir persönlich etwas mehr messerscharfer Verstand gefallen.
Trotzdem liest sich aber - wie schon gesagt - alles sehr flüssig und unterhaltsam.

Abgeschlossen wird der Band von einem Nachwort von Win Scott Eckert, der noch (fiktiv - ich betone - FIKTIV) etliche Brücken schlägt zwischen Holmes, Greystoke, The Shadow, James Bond... Sehr unterhaltsam fabuliert - Münchhausen hätte seine wahre Freude daran.

Fazit: Wem schon bei den Stichworten Tarzan, Holmes, bösen Deutschen und Zeppelin das Wasser im Munde zusammen läuft, der kann sofort zur Bestellung schreiten, wer es nur auf die kriminalistischen Fähigkeiten von Holmes abgesehen hat, der darf kurz die Schultern zucken und zur Tagesordnung übergehen. In der Mitte stehen alle jene, die wie ich einfach nur gerne nett zusammenschwadronierte Geschichten lesen wollen - all jene können gerne zugreifen, müssen es aber nicht...

Ihr könnt euch das Teil bei Amazon bestellen oder - was mir persönlich natürlich lieber wäre, direkt beim Atlantis-Verlag, um etwas mehr Geld in die Kassen des Kleinverlags zu spülen.

Sonntag, 7. Juli 2013

Spellburn - Ein DCC RPG-Podcast

... damit ist auch schon alles gesagt - wollte euch einfach nur mal den neuen Spellburn-Podcast von DM Jim ans Herz legen, den ihr vielleicht aus dem Save or Die-Podcast kennt.

Spellburn befasst sich ausschließlich mit dem Dungeon Crawl Classics-Rollenspiel und bisher sind 4 Folgen erschienen, die sich mit den Basics des Spiels befassen (Intro - Funnel - Michael Curtis - 3rd Party-Kram).

Hört einfach mal rein!




Außerdem sollte ich noch darauf hinweisen, dass Roland, der Sphärenmeister, augenscheinlich noch Exemplare des neuen limitierten Regelwerks mit Jeff Easley-Cover auf Lager hat - schaut mal vorbei.

Außerdem könnte für euch interessant sein, dass Goodman Games ein nettes Projekt am Laufen haben: Die World Tour - vielleicht könnt ihr da ja etwas veranstalten. Ich schreibe gleich mal Mails an die Koblenzer Läden, ob da "was geht".