Freitag, 18. Oktober 2013

[Spielbericht] Die Festung des Bergkönigs

Oh! Ich bin entzückt! Mich erreichte soeben ein waschechter Spielbericht von "Festung des Bergkönigs".

Ich danke J.D. dafür und freue mich sehr über die witzigste Darstellung eines Rostmonsters EVAR!!!!!


... aber lest selbst:


"Vor kurzem wurde mir das unheimliche Vergnügen zuteil als Spieler die Larm Chroniken für Labyrinth Lord, genauer gesagt „Die Festung des Bergkönigs“, anzuspielen. Regelwerk und Abenteuer-Band standen schon beinahe ein Jahr lang und beinahe unangetastet (ich hatte Teile des Abenteuers für eine zweiteilige Dungeonslayers-Kampagne umgebaut) in meinem Schrank . . . es wurde einfach Zeit es mal zu spielen!
Zu den Gefährten dieser Reise zählten der junge Ritter Hinrich, dritter Sohn eines Schwagers des Barons von und zu Dolmvay, die Beutelschneiderin Algina, sowie frisch von der Akademie die Magierin Adessa. Ich konnte mit Atras dem Wanderer, Paladin ihrer strahlenden Heiligkeit Meridia an der Expedition durch die Grenzlande teilnehmen. Wir befanden uns gerade auf dem Weg in das verschlafene Grenzdörfchen Larm, als uns ein Reiter entgegenkam: „He, ihr da? Ihr seht aus wie Abenteurer! Wir haben ihn! Wir wissen wo der Bergkönig ist!“
Wir schauten uns verdutzt an: „Der Bergkönig?“
„Ja, er terrorisiert diese Lande mit seiner Horde aus Orks, Kobolden und anderen Ungeziefern. Manche sprechen davon, dass er ein Ettin ist! Aber jetzt haben wir seine Festung gefunden und es ist eine Belohnung ausgesetzt!“
„Dann führt uns doch zu dieser Festung!“
Wir ritten zu Pferd hinter dem Krieger her. Er stellte sich auf dem Ritt als Vogo Delgo vor, ein Mitglied der Dorfmiliz von Larm. Er gab uns Details über die Belohnung preis, die Bürgermeister Caius auf den Kopf des Bergkönigs ausgesetzt hat. Wir fragten unsererseits, ob an der Festung Verstärkung auf uns warten würde und wie weit Larm entfernt sei. Er gab zu verstehen, dass wir als Abenteurer das sicher allein schaffen würden und Larm etwa eine halbe Tagesreise von hier und von der Festung entfernt liege. Er würde, sollten wir Verstärkung in Larm suchen wollen, seinen Bruder empfehlen. Schließlich erreichten wir ein Plateau auf das ein für unsere Pferde unzumutbar steiler Pfad hinaufführte. Wir gaben unsere Pferde in die Obhut von Vogo und erstiegen den Pfad hinauf zum Plateau. Dort wurde uns klar, dass ein Bauwerk von derart imposanter und opulenter Ausstattung unmöglich von Grünhäuten und anderem Abschaum errichtet worden sein kann. Dieses mächtige Plateau und die gigantische Eisenpforte mussten ein Werk der Zwerge gewesen sein. Verloren saß ein einzelner Kobold auf einem Steinhaufen links vom Tor. Nach erfolglosen Versuchen ihn auf den Pfad zu locken, wurde er mit einem Pfeil niedergestreckt. An der Außenseite des Tors, fanden wir keine Riegel oder Klinken. Beim Durchwühlen des Steinhaufens auf dem der Kobold saß, fiel allerdings eine Schnur auf. Ich vermutete, wie sich später herausstellen sollte, richtig, dass am anderen Ende einige Grünhäute in einer Wachstube alarmiert werden würden, wenn man daran zieht. Ich tat also das einzig logische: „Macht euch kampfbereit!“ und zog an der Schnur. Wir hörten von innen Getrappel, durch die Größe der Halle verstärkte das Echo die Geräusche. Es klang, als würden Hunderte auf uns zu kommen. Am Tor rumpelte es, Holz fiel zu Boden und das Tor öffnete sich langsam. Heraus stürmten 5 Orks und 4 Goblins genau in unsere Klingen und Hämmer. Wir streckten sie nieder, einen nach dem anderen. Doch leider konnten sie uns ebenfalls zusetzen und Adessa wurde durch den Angriff eines Orks tödlich getroffen. Wir hatten keine Wahl und mussten uns, nachdem wir alle erschlagen oder vertrieben hatten, zurückziehen. Wir nahmen ihre Habseligkeiten an uns und begruben Adessa provisorisch unter einigen Felsen, in einem flachen Grab. Wir stiegen den Pfad hinab, stiegen auf die Pferde und ritten schwer verwundet nach Larm.
In Larm galt unser erster Besuch der örtlichen Kirche, wo wir, in meinen Augen und sicher auch in denen der strahlenden Meridia zu einem völlig überteuerten Spendensatz Heilung bekamen. Wir rasteten für zwei Tage in der Stadt. In dieser Zeit heuerten wir als Ersatz für Adessa die Zwergin Tharga, sowie 5 Gefolgsleute an (Vogos Bruder, einen Halbling, einen Elfen und zwei Beutelschneider). Gestärkt und besser vorbereitet wollten wir dem Bergkönig und seinen Wesen erneut die Stirn bieten und zogen wieder aus zur Festung.

Die Pforte stand immer noch offen, so wie sie war, als wir den Ort verließen. Adessas Leiche war aus dem Grab entfernt worden. Jetzt mussten diese dunklen Kreaturen bezahlen für all den Schrecken, den sie über Larm brachten und für die Grabschändung einer im heiligen Licht bestatteten. Wir stürmten die Halle, doch sie war, bis auf zwei gigantische Statuen und einige geschlossene Türen vollkommen leer. Die Statuen zeigten zwei Äxte schwingende Zwerge. Bei genauerer Untersuchung fanden wir auf den Rückseiten der Statuen kleine Schalter. Wir betätigten sie mit etwas Vorsicht und Argwohn. Die Statue bewegte sich und schlug mit der Axt nach dem Drücker. „Vielleicht müssen wir beide Schalter gleichzeitig drücken?“ Gesagt getan, doch leider schlugen beide Zwerge nun zeitgleich nach den jeweiligen Knopfdrückern. „Welch kranker Zauber ist das?“ Wir beachteten die Zwergenstatuen nun nicht mehr weiter und wendeten uns den Türen zu.
Hinter der ersten von insgesamt drei Türen fanden wir vor allem eines: roten Staub! Außerdem ein Wesen, etwa so groß wie ein Pony, mit Fühlern und einem Rüssel. Es schnüffelte über den Boden, als suche es etwas. Ich befahl unserem Halbling-Begleiter sich in diesem Raum umzusehen, das Monster aber solange zu verschonen, wie es uns nicht angriff. Kaum betrat er den Raum, stürmt das Monster auf ihn zu, doch nicht um ihn anzugreifen sondern um sein Kurzschwert, seine Gürtelschnalle und jede einzelne Niete seiner Lederpanzerung mit seinem Rüssel einzusaugen und zu rotem Staub zu verdauen. Panisch lief der Halbling wieder aus dem Raum. „Wir müssen es ablenken!“ Ich gab dem Halbling einige Wurfpfeile ,die Adessa in ihren Hinterlassenschaften hatte, um das Rostmonster zu füttern und so abzulenken, während einer der Beutelschneider vorgeschickt wurde, um den Raum zu durchsuchen. Tatsächlich fand er hinter einem der Holzregale eine Klappe, die eine Nische offenbarte. In ihr lag ein, in öliges Leinen gewickelter, sehr fein gearbeiteter Streitkolben. Wir packten ihn ein und verschlossen die Tür, um das Monster einzusperren.
Hinter der zweiten Tür lag eine verlassene Wachstube, sowie eine weitere Tür. Außer ein paar Kupfermünzen war hier nichts zu holen. Fest entschlossen weiterzugehen öffneten wir die Tür und bewegten uns in einen riesigen Thronsaal hinein. Vollkommen leer bis auf einen kleinen hölzernen Thron mit der Aufschrift Trèsor. An der westlichen Wand wurden wir auf eine Geheimtür aufmerksam, die zu einem Korridor führte. Der Korridor führte offensichtlich im Westen zu vier weiteren Räumen, wobei die Anordnung der Türen darauf hinwies, dass möglicherweise eine Tür fehlte, sowie eine Tür im Süden. Die Tür im Süden führte zurück in einen weiteren verlassenen Wachraum, welcher wiederum eine Tür zur Halle mit den Statuen besaß. Wir entschlossen uns nun die Räume im Korridor genauer zu untersuchen.
Die erste Tür, die wir öffneten, offenbarte einige Gefängniszellen. Hier eingesperrt waren ein recht vorlauter Halbling, der sich uns anschloss als wir ihn befreiten, sowie ein verprügelter, unfreundlicher Grottenschrat. Außerdem fanden wir in einer dritten Zelle einen totgeprügelten Goblin, in der vierten Zelle verschimmeltes, madiges Brot, die Nahrung für die Gefangenen.
Die südlichste Tür offenbarte einen unterirdischen See, einen Stapel Leichen, so auch die Leichen der von uns erschlagenen Orks und Goblins, sowie die Leiche Adessas und diente als Lager für Nahrungsmittel und Bierfässer des humanoiden Abschaums, der hier hauste.
Hinter der dritten Tür, die zweite von Norden aus gesehen - wir vernahmen hier Gebrabbel und Gekicher - die wir öffneten, verbarg sich ein Korridor, der nach einem Knick in eine große, verstaubte und teilweise durch herabgefallene Deckenteile blockierte Halle führte. Hier warfen einige Morlocks mit Wurfmessern auf Strohzielscheiben und, einige Kobolde zischten und scherzten am Feuer und ein Troglodyt schlief, lauthals schnarchend, auf einem zerschlissenen Fell. Wir griffen sofort mit Pfeil und Bogen an, und verbarrikadierten uns im Gang. Die Goblins flohen hinter einer der Felsen, die Morlocks rannten auf uns zu und attackierten die erste Kampfreihe, unseren Ritter und die Zwergin. Der Troglodyt erwachte unsanft aus seinem Schlummer, als ihn ein weiterer Pfeil traf. Auch er stürmte auf uns zu, fiel aber durch einen Pfeilhagel noch bevor er bei uns ankam. Wir griffen uns die drei Kobolde; erschlugen zwei von ihnen und benutzten den anderen, damit er uns zum König unter dem Berg führt! Erst wollte er nicht so recht, nach kurzem Überlegen und weil er wohl nicht so enden wollte wie seine Freunde, entschloss er sich uns zur nördlichsten Tür des Korridors zu führen. „Hier lebt König, ihr mich lasst frei!“ Wir stürmten den Raum und wollten ihn ebenso schnell wieder verlassen. Uns stockte der Atem. Die Luft stank nach Müll und Fäkalien und einem Wesen, welches in der Westlichen Ecke des Raumes ruhte. Dieser Otyuk wurde unser gewahr und wir griffen an! Es bäumte sich auf und wir mussten uns vor den Schlägen seiner Tentakel in den Korridor zurückziehen. Tharga wurde heftig getroffen und gelähmt. Ich zog sie an der Schulter zurück und wirkte einen Heilungssegen auf sie. Ich nahm nun ihren Platz im Nahkampf mit dem Untier ein, schwang meinen Hammer gegen diese groteske Gestalt. Es holte erneut mit seinen Tentakeln aus, sie trafen mich und plötzlich wurde . . . es . . . schwarz . . .

Der Rest der Gruppe entkam der Festung, ob sie mit Verstärkung zurückkehren werden, ist ungewiss . . ."

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