Donnerstag, 30. Mai 2013

[Karneval] Die Todeskugel

Tja, ich habe zwar schon "ausreichend" am diesmonatigen Karneval teilgenommen, aber da ich gestern von Bernd Bocklage ein paar schicke Illus erhalten habe, werde ich doch noch meine Drohung wahr machen und gegen Ende des Monats noch etwas Spielmaterial veröffentlichen - und zwar in Form von zwei Monstern für Labyrinth Lord.

Den Anfang macht...

Die Todeskugel
ANZAHL: 1W4
GESINNUNG: neutral
BEWEGUNG: 10′ (3′)
RÜSTUNGSKLASSE: 5 (Bauch 8)
TREFFERWÜRFEL: 5***
ANGRIFFE: 2 (Biss oder Säure / Stachel) 
SCHADEN: 1W4+Lähmungsgift oder 1W12 / 1W8)
RETTUNGSWURF: Käm 5
MORAL: 7
HORTKLASSE: keine
EP: 650


Diese scheußlichen Abominationen bestehen aus einem zentralen kugelförmigen Element,einem schleimigen Körper, der sich scheinbar krampfhaft daran festkrallt und zähen Fäden, mit denen sich die Wesen an Höhlendecken festkleben. Diese Fäden können gelöst und wieder befestigt werden, was eine langsame Bewegung ermöglicht.

Die Chance, in den tiefsten Katakomben auf eine Todeskugel zu treffen, ist zwar gering, aber wenn es zu diesem unglücklichen Treffen kommt, hilft auch dem tapfersten Abenteurer eigentlich nur noch die Flucht.

Das Gehirn der Todeskugel ist nur auf zwei Dinge ausgerichtet - Reproduzieren und Fressen. Beides ist etwa gleichermaßen unerfreulich anzusehen und zu erleben. Bei ersterem überschüttet die Todeskugel den potentiellen Wirt ihres Nachwuchses mit einem Schwall Säure, in dem 1W4-1 Eier (also sind auch 0 Eier möglich) enthalten sind. Die Säure brennt sich in den Körper und bietet den mit Wiederhaken bedeckten Eiern die Möglichkeit, sich im Wirtskörper einzurichten. Die Wiederhaken dienen gleichzeitig noch dazu, die Eier etwas tiefer in den Wirtskörper "hineinzugraben", damit sie nicht mit der Säure gemeinsam entfernt werden. Die Eier selbst sind so klein, dass nur eine äußerst sorgfältige Begutachtung der Wunde zu ihrer Entdeckung und somit hoffentlich Entfernung führt.
Jedes Ei, das nicht entfernt wird, wächst und schlüpft unbemerkt bis zur Größe einer Faust an. Nach 1W4 Wochen schlüpft dann die junge Todeskugel und begibt sich auf ihren langsamen Weg zum Herzen des Wirts, wo sie nach 1W6-2 Stunden ankommt. Erst in diesen letzten Stunden bemerkt das Opfer, dass etwas nicht stimmt. Jetzt muss schnelle Heilung erfolgen (es sei dem Herrn der Labyrinthe freigestellt, welche Sprüche und Praktiken hier wirksam sind), ansonsten verstirbt der Wirtskörper, wenn das Herz erreicht ist.
Dem Opfer selber ist egal, was von nun an geschieht, aber der weitere natürliche Fortgang besteht darin, dass der Körper des Wirts in den nächsten 1W3 Wochen aufgefressen wird. Zu diesem Zeitpunkt hat die Todeskugel schon einen Durchmesser von etwa 1 Fuß und entwickelt langsam die Fähigkeit zu fliegen, was bedeutet, dass sie nun "erwachsen" ist und ein eigenständiges Leben beginnen kann.

Kommen wir aber wieder zum Fressen. Beute, die sich nicht ohne Widerstand fressen lässt, muss natürlich bekämpft werden. Der Angriff wird aus der Ferne mit abgeschossenen Stacheln begonnen und wird im Nahkampf mit dem giftigen Biss fortgesetzt. Wer von der Todeskugel gebissen wird, muss einen erfolgreichen Rettungswurf gegen Lähmung ablegen oder er ist für 1W10 Runden gelähmt.

Was lässt sich über Lebensgewohnheiten und Kultur der Todeskugel sagen? Nun, das ist schnell erzählt. Todeskugeln hängen meist allein, zuweilen aber in Kleinguppen wie bösartige Schatten von den Decken der tiefsten unterirdischen Gewölbe herab und versuchen alles zu töten, was ihnen begegnet - sei es zum Zwecke der Nahrungsaufnahme, oder um den Nachkommen einen guten Wirt zu bescheren.

Besonders mächtige Abenteurer, denen es gelungen ist, die Konfrontation mit einer Todeskugel zu überleben, berichten, dass die Kugel fast schon mitleiderregend feige sei und schon beim ersten erlittenen Treffer langsam vom Gegner wegkriechen würde, was aufgrund ihrer extrem langsamen Geschwindigkeit nicht einer gewissen Komik entbehren würde. Der beständige Stachelhagel, den sie dem Gegner entgegenschleudert, lässt einem aber das Grinsen im Gesicht erfrieren...

Kommentare:

rillenmanni hat gesagt…

Guter Artikel, Glinni! Das Monster ist interessant, das Lesen hat Spaß gemacht. Lasse Dir zum Dank Deine Todeskugeln schaukeln!

Moritz hat gesagt…

Yeah! My "Balls of Death"!