Montag, 11. Februar 2013

Deadlands: Hölle auf Erden

Endlich!

Es war einmal vor vielen, vielen Jahren, als ich als "Rettungsassistent" zu einem Übersetzungsprojekt gerufen wurde. Neben meiner Beschäftigung mit dem "Buch der Toten" für Deadlands Classic hatte ich bis dahin noch nicht viel mit Deadlands zu tun gehabt - geschweige denn mit dem noch etwas "verstrahlteren" kleinen Bruder "Hell on Earth".

Das qualifizierte mich dann auch dazu, eher regelleichte Kapitel zu übersetzen und ich habe mich dann auch sofort ans Werk gemacht. Nachdem ich mein erstes Kapitel fertig hatte, habe ich dann mal ein paar Übersetzungen der anderen Jungs quergelesen und bin zu der Überzeugung gekommen, dass ich den Übersetzerstock aus meinem Hintern nehmen muss und meine Quote an "Howdy!" deutlich steigern muss. Trotzdem war mein Text sicher immer noch ein gutes Stück zu formell, aber ich bin mir sicher, dass Zornhau, der gestrenge Foltermeis... äh, Projektleiter, der sich mit dem Setting nun mal so richtig gut auskennt, die Texte am Ende schön geglättet hat und sie in ein Deadlands-gefälliges Sprachmuster prügeln konnte.

Das führt nun dazu, dass ich genau so gespannt auf die endgültige Veröffentlichung bin, wie jeder von euch. Auch den Gesamtüberblick werde ich wirklich erst dann gewinnen, wenn ich das Buch in Händen halte. Derzeit kann ich bloß mit Schlaglichtern um mich werfen, Marke: Cowboys - Indianer - bekloppte Sekte - Templer - Zombies - Strahlung - Aufgebot - Marshall - Ewige Jagdgründe...
Wenn da nicht jedes einzelne Element ein absolutes Kaufargument ist.

Für die Seifenkisten-Leser habe ich mal etwas im Dropbox-Ordner geplündert und neben dem coolen Straßenschild oben noch eine äußerst stylische Telekinese-Illu für euch gefunden:



Wenn es mir nicht gelingt, zügig ein Belegexemplar in meinen Briefkasten zu beamen, dann bleibt mir nix anderes übrig, als den Uhrwerk-Shop aufzusuchen, denn ich bin gespannt wie ein Schnitzel, wie die Mischung aus Deadlands und Gammaworld schlussendlich geworden ist. Das gute Stück erscheint zwar erst in drei Tagen, aber ich glaube Vorbestellungen sind auch möglich - zumindest kann man schon "kaufen" anklicken.


Kleine Anekdote am Rande: Als ich Patric Götz, den Uhrwerk-Zampano fragte wie die ersten Druck-Exemplare geworden sind, die er letzte Woche (oder vorletzte) in Händen halten durfte, antwortete er kurz und knapp aber präzise "Grün." - aber seht selbst...



Nochmal der Link zum Shop für alle, die ihn oben im Text überlesen haben:

Hölle auf Erden im Uhrwerk-Shop


Kommentare:

Orakel hat gesagt…

Auf welchem technischen Niveau bewegt sich Hell on Earth jetzt eigentlich?

Ich meine: Wirklich interessiert bin ich eh erst bei Lost Colony, aber da Deadlands zumindest in etwa meinen Sammlungsschwerpunkt des Horror-Genres streift bin ich nicht völlig desinteressiert.

greifenklaue hat gesagt…

Lost Colonies ist ja zeitlich schon geschehen, also müsste es technisch ein ähnliches Niveau sein, wobei das Wissen um Raumschiffe in der Postapokalypse verloren gegangen sein dürfte.

Wie ich finde, hat Zornhau da ordentlich drübergebügelt und den Text gut aufgelockert. Aber darüber sollen andere urteilen ;)

Waldviech hat gesagt…

Das technische Niveau von HOE bewegt sich irgendwo zwischen dem 20. Jahrhundert und dem späten 21. Jahrhundert und ganz grob mit der Welt von Fallout vergleichbar. Die Apokalypse hat zwar eine Menge Leute umgebracht, aber da sie erst zehn Jahre her ist, haben die meisten Leute die Sci-Fi-Welt vor dem großen Knall noch miterlebt und es ist noch ne Menge Know-How da. Das Problem ist, das die stark industrialisierte Ostküste dank Atomkrieg nun im Dunkeln leuchtet und die meisten Industriezentren(Mit Ausnahme von Denver und Saltlake-City) in Schutt und Asche gebombt wurden. Der durchschnittliche "Waster" kennt also durchaus Computer, Laserkanonen, Raumschiffe und Autos. Letztere zählen auch immer noch zu den primären Verkehrsmitteln (allerdings um rostige Panzerplatten und Bordkanonen erweitert). Es gibt, vorsicht Spoiler, im Orbit sogar noch funktionierende Schiffe und Raumstationen, die allerdings in Händen von wenig netten Leuten sind. (Und das für den Deadlands-Metaplot sehr wichtige interstellare Raumschiff Unity ist auch noch funktionstüchtig) HOE und Lost-Colony spielen darüber hinaus auch zeitgleich und nicht nacheinander. Hoffe, geholfen zu haben :)

Orakel hat gesagt…

Nein, eher eine weitere Frage aufgeworfen: Wenn HoE und LC Zeitgleich spielen, sind sie in derselben Zeitlinie, oder sind das zwei unterschiedliche Zeitlinien? Ich meine: Ich habe mitbekommen, dass Deadlands sich irgendwo in zwei Zeitlinien aufspaltet. (Eine wo die Böse gewonnen haben und eine, wo sie besiegt wurden.)
Aber da ich und Zornhau uns wahrscheinlich in den nächsten Jahren wegen zu starken Meinungsverschiedenheiten eh regulär nur an die Gurgel gehen werden brauche ich da ein paar unabhängige zusätzliche Informationen, um den verwirrenden Part zu verstehen.

Waldviech hat gesagt…

Ahso,es geht um die Zeitlinien!
Da ist die Sache einfach: HOE und Lost Colony spielen zur selben Zeit in der selben Zeitlinie. In der "zerstörten" Zeitlinie, in der die Guten gewonnen haben, dürften sowohl Atomkrieg als auch die Kolonisation des Farawaysystems nie stattgefunden haben (beides hängt nämlich stark damit zusammen, das die Abrechner "gewonnen" haben, aber da die Zusammenhänge zu erklären würde wohl erstmal zu viel spoilern ;) )
Die Kolonisation des "Faraway-Systems" ging schon Mitte des 21. Jahrhunderts dank Dr.Hellstrommes Konzern los. Man erforschte die Planeten des Systems, etablierte Kolonien auf dem erdähnlichen Planeten Banshee und leistete sich einen ziemlich widerlichen Krieg gegen die einheimischen Aliens. Als der 3. Weltkrieg ausbrach, brach auch der Kontakt zwischen Erde und Faraway-System ab. Die Erde wurde zum verstrahlten Höllenloch und das Faraway-System zur "Lost Colony". Die Verbindung zwischen beiden Sonnensystemen fand durch den "Interspace-Tunnel", eine Art Wurmloch statt, das während des Krieges mehr oder weniger "blockiert" wurde. Von der Erde fliegt nichts mehr ab, die Kolonisten können aber auch nicht zur Erde zurück. Die blutige Krieg gegen die Aliens ist sogar ein wichtiger Background für eine der "Charakterklassen"...nämlich die Syker (oder "Psychos"). Die Default-Spieler-Psychos gehörten allesamt einem PSI-Krieger-Kommando an, das auf Banshee gegen die Außerirdischen gekämpft hat und das erst nach dem Ende des Atomkrieges mit dem allerletzten interstellaren Raumschiff zur Erde zurückkehrte...um sie komplett zerbombt vorzufinden. (Erdbasierte Psychos gibt es auch, aber sie sind ne eigene Geschichte.)