Sonntag, 29. März 2009

Calithenas Rundumschlag!

Wie schon vor einigen Tagen geschrieben läuft gerade der LULU Authors' Sales Contest. Dort sind zwei Vertreter der neuen alten Schule in den Top 10 und mobilisieren gerade alle Kräfte, um sich in die ruhm- und geldträchtigen Top 3 zu katapultieren. Okay - Iggy Umlaut ist schon dort, er will wohl nicht mehr kurz vor Schluss rauspurzeln.

Dieser Wettbewerb läuft noch bis zum 1. April und sie geben wirklich alles:

- Sie haben die alten Ausgaben von Fight On! minimal billiger gemacht.

Wirkliche Schmankerl sind allerdings 3 Produkte, die nur vom 29.3. bis 1.4. erhältlich sein werden - also langfristig mal ordentliche Sammlerstücke werden sollten. Kurzfristig dienen sie einfach nur dazu die Verkäufe von Matt Finch (Sowrds&Wizardry + Knockspell) und von Iggy Ümlaut (Fight on!) anzukurbeln. Um ehrlich zu sein, sie sind alle sauteuer, gerade das Hardcover-Kompendium, aber ihr könnt euch die Sachen ja mal ansehen:

- Ein Hardcover-Kompendium der 4 Fight on! Ausgaben

- Die Kollaboration beider Verleger The Art of the Old School Renaissance.

- Calithena's Campaign Compendium, eine Sammlng mit Ideen, Abenteuern, Kampagnenotizen und Ähnliches von Calithena. Kein fertiges Produkt, eher eine Goldmine für nicht-arbeitsscheue Spielleiter

- Dhar the Dreamer, eine Kurzgeschichte von Calithena, die anscheinend fragwürdige Moralvorstellungen enthält - ich bin gespannt...



Samstag, 28. März 2009

[BHP] Wettbewerb: NAME THE GAME

Heute kann ich euch von einem Wettbewerb berichten, bei dem man mit wirklich wenig Aufwand richtig fette Preise abgreifen kann.

John Adams von BRAVE HALFLING PUBLISHING hat dazu aufgerufen und ich bin sicher die amerikanische Szene wird gelaufen kommen, ich hoffe mal, dass auch einige Rollenspieler von diesseits des Atlantik teilnehmen - und vielleicht auch den fetten Preis abgreifen.

Worum geht es überhaupt???
David Macauley liegt in den letzten Zügen ein eigenes Clone-System fertigzustellen. Es basiert auf der 1977er D&D-Fassung, auch Holmes-D&D genannt, und soll auf etwa 50 Seiten das komplette Regelwerk enthalten. Was bisher bekannt ist, ist das Cover - ihr seht es links oben im Eckchen und ist von Kevin Mayle gezeichnet. Spezialisten erkennen, dass es eine absolut gelungene Anspielung auf das Cover des Holmes-Regelheftes ist.
Das Spiel ist fast fertig, aber es fehlt ein Name.

UND HIER KOMMT IHR INS SPIEL!

Schickt bis zum 30. April einen Namensvorschlag an Namethegame5@gmail.com.


Was könnt ihr gewinnen?
John bietet hier einen Dreifach-Rundumschlag an:

- Euer Name kommt als Namensgeber in die Credits.
- Ihr bekommt ein Jahr lang eine Printfassung jedes neuen BHP-Produkts. (Und ich weiß, dass die nächsten beiden schonmal richtige Knaller sein werden. People of the Pit -ein hochstufiges OSRIC-Abenteuer von Alphonso Warden und mein Strategieknaller Under Siege.)
- Einen $25 Einkaufsgutschein für RPGNow.

Hammer, oder? Die Ankündigung findet ihr im Forum von BHP - und zwar genau hier.




... so - und jetzt muss ich irgendwie untertauchen, um nicht in der Jury zu landen, denn ich will unbedingt selber in das Rennen um die coolen Preise eingreifen zu können!

Donnerstag, 26. März 2009

FIGHT ON! Ausgabe 4

Ich wundere mich gerade, dass ich anscheinend noch nicht die Werbetrommel für dieses tolle Teil gerührt habe. Das will ich nachholen und es jedem Rollenspieler ans Herz legen, denn die 122 Seiten sind prallvoll mit tollen Ideen. Auffällig in dieser Ausgabe sind die vielen Abenteuer.

Aber dazu später, denn ich möchte hiermit die handvoll deutscher Rollenspieler, deren Horizont nicht bei DSA und lustigen rollenspielähnlichen Erzählorgien endet, aufrufen sich die Print-Fassung dieser Ausgabe zuzulegen. (Wenn möglich könnt ihr auch die alten Ausgaben nachordern, die sind alle ihr Geld wert), denn bis zum 31.3.09 läuft noch der "Author Sales Contest". Dort liegt der Hauptverleger von FO! - Iggy Ümlaut - derzeit an Platz 2. Ein erster Platz wäre ein Riesenerfolg und würde das sonst nur einigen Rollenspielern bekannte Magazin werbemäßig gewaltig ankurbeln.

Zu seiner Storefront geht es hier.


Zurück zu den Abenteuern - Nummer 4 hat da anzubieten:

- House of the Axe (System: Arduin / Autor: Calithena)
- The Tower of Duvan'Ku (System: - / Autor: James Edward Raggi IV)
- Arcane Vault of Isis (System: D&D / Autor: Matthew Riedel)
- Fungoid gardens of the Bone Sorcerer (System: Carcosa/OD&D / Autor: Geoffrey MacKinney)
- These Mean Streets (System: Tekumel/EOPT / Autor: Baz Blatt)
- FOLGE 4 DES FO! MEGADUNGEONS: The Mysterious Crystal Hemisphere (System: D&D / Autor: James Maliszewski)

Außerdem:
- The Kitsunemori Campaign (von "unserem" Alex Schröder)

Habe ich es schon gesagt? KAUFEN! KAUFEN! KAUFEN!

Montag, 23. März 2009

Ätschi! Meiner ist länger als deiner!

Ich kämpfe mich ja in den diversen Foren immer tapfer durch alle D&D 4E-Threads in der Hoffnung meine Gedankenströme irgendwie auf dieses Spiel abzustimmen.

Mal ganz davon abgesehen, dass schon alleine das Wort: "Charaktermaximierung" mir einen mittelschweren Nervenzusammenbruch beschert und ich durch die World-of-warcraftisierung (Geil! An dem Wort sichere ich mirgleich die Copyrights!) der Sprache immer nur etwa 1/3 eines jeden Postings verstehe, habe ich doch immer wieder AHA-Momente, die mir zeigen, dass ich eigentlich gar keine Chance habe, das Spiel zu verstehen, da mein Gehirn grundsätzlich anders funktioniert. Damit einhergehend verstehe ich wahrscheinlich auch die Spieler der "aktuellen" Generation nicht.

Heute habe ich den AHA-Moment beim Lesen eines Threads gehabt, bei dem es um die neuen Klassen im PHB 2 und ihre vermeintliche Balance oder Nichtbalance geht: "Unschlagbar in dem Sinne natürlich, dass ich den effektivsten Charakter am Spieltisch hab. Das reicht mir."

Hammer! Diesen Gedanken hatte ich in 26 Jahren als Rollenspieler kein einziges Mal. Noch nie ging es mir oder irgendeinem Menschen, mit dem ich gespielt habe darum, den "besten Charakter am Tisch" zu haben. Das ist uns so was von Latte welcher Charakter wie gut ist, hauptsache das Team arbeitet gut zusammen.
Ich persönlich spiele sogar gerne einen Charakter mit Defiziten, DAS macht ihn doch erst spannend. Mein Kämpfer hat eine Stärke von 7? Völlig egal, dann muss er sich halt auf den Fernkampf verlegen. Mein Halbling ist schwach und ungeschickt? Pech gehabt, mal sehen wie lange er nur mit List und Tücke überlebt.

Das ganze hängt wahrscheinlich wieder mit dem Paradigmen-Wechsel von "der Spieler ist wichtig" hin zu "der Charakter ist wichtig" zusammen.

Das Unheil nahm hier mit dem noch sehr grobschlächtigen Fertigkeitensystem in der 2. Edition von AD&D seinen Anfang, hangelte sich über diese ganzen Feats und Co bei D&D 3E und findet seinen vorläufigen Höhepunkt in den computerspielartigen Bastel- und Taktierorgien, die in der 4E schon bei der Charaktererschaffung ihren Anfang nehmen.

Samstag, 21. März 2009

Rezension: THE STALK (Rob Kuntz - Pied Piper Publishing)

The Stalk - Rob Kuntz - Pied Piper Publishing - $11,95
(13 Seiten - 1 S. Einleitung - 7 S. Abenteuer - 1 S. OGL - 1 S. neue Karte - 2 S. Kopien der Manuskripte - 1 S. farbge Originalkarte)

DESIGN/LAYOUT: 3/10
Das Modul ist nicht gebunden, sondern besteht aus Einzelseiten, die in einer Plastikhülle stecken. Die Limitierung besteht aus einem kleinen Schriftzug "10/300 RJK" und ist zudem noch verschmiert. Die Coverzeichnung ist wirklich nett, das Cover ist aber vom Layout her unterirdisch und der Schrifttyp ist sehr unglücklich gewählt. Das Innere ist vom Layout her absolut uninspiriert und es findet sich keine einzige Illustration im Abenteuer-Inneren. Einziges Design-Feigenblatt ist die Bordüre in der Kopfleiste, die wirklich nett, aber völlig unnötig ist.

Positiv ist anzumerken, dass die Originaldokumente mitgeliefert werden. Das ursprüngliche Manuskript kommt in Form zweier Kopien daher, die ursprüngliche Karte wird sogar als Farbkopie mitgeliefert.

SPIELWERT: 6/10
Gerade historisch sind Rob Kuntz' Kommentare zur Genese der Greyhawk-Welt, die hier aus Copyright-Gründen nur OC (Original Campaign) genannt wird sehr interessant - alleine wegen dieser kleinen "Asides" lohnt sich der Kauf des Abenteuers schon.
Das Abenteuer ist für das ursprüngliche D&D geschrieben, kann aber ohne große Probleme mit allen D&D-Fassungen bis hin zu AD&D 2. Edition (und den passenden Klonen) gespielt werden.
Dieses Abenteuer hat den Sinn die mächtigen Charaktere (etwa Stufen 9-12) dazu zu zwingen an einem festgelegten Ort zu bleiben, selbst wenn sie sich gerade in der Wildnis befinden und eigentlich alle Gefahren umschiffen könnten (etwa mit Drachen, auf Flugteppichen...).
Wenn die Charaktere die Ranke erst einmal betreten haben, ist ihr einziges Ziel zu Überleben und der Umgebung zu entkommen. Dazu müssen sie die unterschiedlichsten Monster aus dem Weg räumen und herausfinden, wie einige gefundene Gegenstände eingesetzt werden müssen. Die 18 Orte mit Begegnungen sind nicht einmal beschrieben, es wird nur das jeweilige angetroffene Monster mit Statistiken angegeben.
Wie man am Originalmanuskript sieht, ist das Abenteuer sehr "fleischarm" und passt locker auf 2 Din A4 Seiten.

Zugegebenermaßen sind die Monster sehr gut aufeinander abgestimmt und passen gut in das "grüne" Setting. Ein definitiver Pluspunkt!

PREIS-LEISTUNGS-VERHÄLTNIS: 3/10
Für $11,95 bekommt man 13 kopierte Seiten und eine Farbkopie, sowie eine Pappseite als "Unterseite". Nicht sonderlich beeindruckend. Das wären in meinen Augen lediglich 1/10 Punkten.
Allerdings muss man zugeben, dass das Sammlerpotential des Artikels doch beträchtlich ist. Vielleicht ist nach eine rausverkauften Auflage die Chance da, den ursprünglichen Kaufpreis zu verdoppeln...

ENDERGEBNIS/FAZIT: 4/10
An der Geschichte von D&D Interessierte sowie Sammler können zugreifen, der "durchschnittliche" Spielleiter kann vielleicht die Grundidee ausschlachten, dürfte aber sonst keinen großen Gewinn aus dem Produkt ziehen.


Heldenverehrung im Rollenspiel?

In einem Thread im Blutschwerter-Forum geht es um Heldenverehrung im Rollenspiel. Dort ist der Großteil der User anscheinend der Meinung, dass das Unsinn ist.
Als Einleitung meiner Antwort möchte ich euch von der Seifenkiste dieses Zitat von Melan entgegenschmettern, der nach Gary Gygax' Tod etwas schrieb, was mittlerweile die Startseite des Knights and Knaves Alehouse schmückt:

"How many people could say that they impacted the lives of millions without bloodshed, political power or a global marketing machine - just a small game of gelatinous cubes, strange dice and 10' corridors? Gary did it just like this, and he did it out of his humble game room in Wisconsin."

Ich möchte mich hier zu den angesprochenen Millionen zählen. Dieses kleine Spiel hat mir in meiner späten Kindheit und Jugend wirklich viel bedeutet und auch heute habe ich noch viel Spaß daran. Wenn ich für mein Leben einen Helden nennen müsste - jetzt mal von Eltern oder persönlichen Bekannten abgesehen - dann würde ich wahrscheinlich wirklich "Gary Gygax" nennen.
Nicht nur, dass er (gemeinsam mit Arneson und der ersten Generation von Rollenspielern) ein völlig neues Spielkonzept entwickelt hat - Gary hat auch bis zuletzt regelmäßig ein offenes Ohr für die Spieler seiner Spiele gehabt. Er war in unterschiedlichen Internet-Foren unterwegs oder hat regelmäßig sein Haus geöffnet und jeder, der wollte, wurde von ihm bewirtschaftet und konnte an seinem Tisch spielen. Selbst mir als eigentlich völlig anonymem Internetuser hat er Freigetränke versprochen, als ich gejammert habe, dass der Weg zu den ganzen US-Conventions zu weit war.

Sehr beeindruckend finde ich auch seine klassische Antwort, wenn er um Regelauslegungen gebeten wurde. Er gab zwar immer auch eine fachlich fundierte Antwort, aber seine "eigentliche" Antwort war: "Völlig egal, was ich sage - das, was dein Spielleiter sagt, ist wichtig!"


Mittwoch, 18. März 2009

Boah! Nervt mich das!

Ich habe es schon im ORK-Forum als einzigen kleinen Kritikpunkt am schnuffeligen kleinen Filmchen Astropia angesprochen, aber mich nervt es wahnsinnig, wenn in Rollenspielrunden in einem merkwürdigen Deutsch-Englisch-Mischmasch gesprochen wird.

Spätestens seit meiner Examensarbeit zum Thema "Anglizismen in der Computersprache" vor vielen vielen jahren habe ich vollstes Verständnis dafür, dass in einigen Bereichen Wörter aus dem Englischen entliehen werden müssen. Aßerdem mag ich als Englischlehrer die englische Sprache, aber aus irgendwelchen Gründen, derne Ursachen ich nicht genau ergründen kann, hört es sich für mich fürchterlich an, wenn in einer deutschen Spielrunde immer von "Feats" oder "Skill Points" gesprochen wird. Das schmerzt mir richtig in den Ohren und dringt unangenehm ins Gehirn ein.

Also mal ehrlich! Entweder ich spiele mein Spiel auf Deutsch oder auf Englisch, oder???


Montag, 16. März 2009

THE BARD'S TALE Online

Ich denke mal, ich bin nicht der einzige alte Sack, der feuchte Augen bekommt, wenn er auch nur an die Trilogie THE BARD'S TALE denkt.

[schwärm]Das waren noch Zeiten, als man sich durch Skara Brae und seine Dungeons wühlte, in Teil 2 den Stab des Schicksals finden musste, nur um im abschließenden Teil feststellen zu müssen, dass Skara Brae völlig verwüstet war und man durch Zeit und Raum reisen musste, um es wieder erstehen zu lassen.[/schwärm]

Für alle diejenigen, die nicht die "Gnade der frühen Geburt" hatten, ist hier der ultimatie Downloadtipp - seht mal Bei "Bardstaleonline" vorbei. Dort kann man nicht nur die Trilogie komplett herunterladen, sondern auch Fan-Spiele, die mit dem BT Construction Kit entworfen wurden oder Scans der Besprechungen in der Happy Computer, Charaktereditoren und sämtliches Kartenmaterial, das man sich nur vorstellen kann...

[altersack]Ja, ja! Damals hatten die Computerrollenspiele noch geile Stories und die Spieler noch Eier in der Hose, größer als Fußbälle. Denn sonst hätten sie dreimal täglich aufgegeben, wenn die geliebte Party mal wieder ins Gras gebissen hatte. Und Rätsel gab es damals! Die waren teilweise so abstrus, dass man tagelang nur verschiedene Kombinationen eingegeben hat, um weiterzukommen. Herrlich![/altersack]

Auch an Kuriositäten wie die Nazi-Welt in BT 3 erinnere ich mich auch etliche Jahre später noch mit einer Mischung aus Gruseln und wohligem Schauer. Oder wie meine Party in Teil 1 in dem Tempel am Marktplatz - ich sage nur "Tarjan" - den Hintern versohlt bekam, obwohl ich durch das Dungeon davor noch locker durchspaziert war, war eine Lehre für mich, die ich nie vergessen habe. BE PREPARED!


Sonntag, 15. März 2009

Castle Zagyg: The Upper Works - oder - SAMMLER SPINNEN DOCH!

Castle Zagyg: The Upper Works (Troll Lord Games 2008)

Ich habe noch vor kurzem über diese tolle Box, das letzte Vermächtnis von Gary Gygax an die Rollenspielwelt, berichtet. Dass das Teil aufgrund der kleinen Auflage ein Kracher werden würde, war klar. Dass es aber schon im März für 220 Dollar verkauft wird, überrascht mich doch, konnte man es doch noch bis Ende Dezember regulär für 44,95$ bei den Jungs von Troll Lord kaufen...

Gut, dass ich auf meinen eigenen Rat gehört und schnell zugegriffen habe. Seht euch bei dem EBAY-Link mal die angehängten Fotos an - die Sachen sind dermaßen klasse, dass ich schon vom Ansehen der Fotos Speichelfluss bekomme.



Samstag, 14. März 2009

RIP - Keith "Doc" Herber

Das gibt es doch nicht! Ein weiteres Urgestein der schaffenden Rollenspielszene hinterlässt das nächste kreative Loch in der Struktur des Rollenspiel-Universums. Hier postet Tom Lynch die traurige Nachricht. Für alle, die nicht viel mit dem Namen anfangen können, ist hier ein zweiseitiges Interview mit ihm zu finden, in dem er sich über Call of Cthulhu und sein Verhältnis zu Chaosium äußert. Auf der Seite seines neuen Verlages Miskatonic River Press findet sich eine kleine Biografie.


Freitag, 13. März 2009

DCC 59 - MISTS OF MADNESS

Damit ihr nachher nicht wieder jammert: "Moritz, warum hast du uns nicht vorher Bescheid gesagt? Warum hast du jetzt wieder 10 Exemplare von diesem geilen Sammlerstück und wir kein einziges?"

MISTS OF MADNESS ist das erste der legendären 2 Dollar-Abenteuer in der DCC-Reihe mit den Regeln von D&D 4E. Die Teile werden immr recht flott zu ansehnlichen Sammlerobjekten, daher sollte man jetzt zugreifen. Für alle, die nicht gerne in den USA bestellen, gibt es das Teil für 3,99€ bei Amazon.

Das Abenteuer von Harley Stroh ist für Charaktere der 1. Stufe.


Donnerstag, 12. März 2009

Die Projekte des alten Mannes... Folge 7 (oder so)

Faszinierend! Ich bin schreibtechnisch mit allen Projekten fertig und kann vor dem nächsten größeren Abenteuer mal etwas kleineres einbauen.

"Die Rückkehr des Bergkönigs" ist fertig und gedruckt, "Under Siege" ist fertig und ist gerade in der Proofreading-Phase, die nächsten Abenteuer winken zwar am Horizont, aber konkret habe ich noch kein nächstes Projekt in Angriff genommen.

Ein interessanter Lückenfüller sollte ein kleines Delving Deeper-Projekt sein - DER GLADIATOR. Im Rahmen des Projektes werde ich folgende Dinge bearbeiten:

- Gladiatoren als Charakterklasse
- Gladiatoren im Kampf
- Die Gladiatoren-Kampagne
- Waffen der Gladiatoren
- Der Gott der Gladiatoren


Mittwoch, 11. März 2009

Noch'n Tribut!


Den liebevoll gebastelten Spielleiterschirm habe ich gerade beim Aufräumen gefunden - mal sehen, vielleicht darf er ja mit zur RPC...

Dienstag, 10. März 2009

"Sechs Pakete aus Spanien für Mehlem!"

Eben stand ein armer schwitzender UPS-Mann vor mir und der oben angeführte Satz ließ mich fast in Freudentränen ausbrechen, denn minimale Zweifel hatte ich die ganze Zeit über, ob wir pünktlich bis zur RPC alles in trockenen Tüchern haben würden.

Aber wie immer ist das Glück mit den Tüchtigen (oder wahlweise auch "...mit die Dummen!") und alles lief glatt ab.

Dem Verkauf auf der RPC steht also nichts mehr im Weg! Jetzt kann ich mich mit freiem Kopf um die ganze Planung kümmern - schließlich wollen ja auch noch ein paar schicke T-Shirts gedruckt werden...


... Fall es noch Leute geben sollte, die meine perfekt geölte Propagandamaschine noch nicht erreicht hat: meine Freude wurde ausgelöst durch 200 blitzsaubere Print-Fassungen von Labyrinth Lord, die mit einem kleinen Flämmchen das deutsche Old School-Feuer entzünden. Helft mit beim Entfachen des Feuers, denn nur so können wir bald einen amtlichen Flächenbrand sehen.


P.S.: Bis zur RPC hört ihr jetzt nichts mehr von mir zu LL - versprochen! Ich musste nur diese frohe Nachricht verkünden.


Sonntag, 8. März 2009

Lord of the Green Dragons

Rob Kuntz und seine Jungs von Pied Piper Publishing bloggen jetzt auch.

Rob schreibt hier aber nicht alleine, sondern er hat helle Köpfe aller möglichen Abteilungen um sich geschart, die Artikel beitragen werden - das geht über james Maliszweski (grognardia), über Mike Mearls (Mr. 3E), über Andy "ATOM" Taylor und Rhuvein bis hin zu seinen beiden rechten Händen Eric Shook und Grodog.
Ich werde den Blog jedenfalls mit Freude verfolgen (und mich noch mehr freuen, wenn die neusten PPP Artikel, die ich vor einigen Wochen bestellt habe, angekommen sind...).

Der aktuelle Eintrag berichtet von Robs Besuch auf der GaryCon (einer Convention zu Ehren des ersten Todestages von Gary Gygax).


Samstag, 7. März 2009

The Fane of Poisoned Prophecies

Jetzt hat es endlich jemand getan! Nachdem ja extra OSRIC geschrieben wurde, um Material für AD&D 1. Edition veröffentlichen zu können, geht jetzt Guy Fullerton einen anderen Weg.

Sein erstes veröffentlichtes Abenteuer THE FANE OF POISONED PROPHECIES bekennt auf dem Cover klar und deutlich: "For Use with 1st Edition AD&D". Das ist mutig, denn es ist zwar eindeutig für die Tattergreise, die diese Edition noch spielen und vielleicht an subtilen Coverinformationen wie "For Use with OSRIC" scheitern, aber dafür hat er HASBRO/WOTC Tür und Tor geöffnet, ihn bis auf die Unterhose zu verklagen.

Ich werde die Sache auf jeden Fall genauestens im Auge behalten. Wahrscheinlich ist der Fisch so klein, dass er durch das Netz der Konzernfischer schlüpfen wird, aber ich bin mir nicht sicher, ob sie nicht irgendwann ein Exempel statuieren wollen, um dem Publikum zu zeigen, dass ihnen bewusst ist, dass sie auch die Rechte an allen vorhergehenden Editionen besitzen.

Mehr Infos zum Modul für die Stufen 4-6 - auch wo ihr es für $11.95 online bestellen könnt, erhaltet ihr in diesem Thread im Knights & Knaves Alehouse.


Donnerstag, 5. März 2009

Babelfish, du Idiot!

... oder auch: "Möge die Macht mit dir sei, Ingo!" Als ich neulich mal wieder in meiner Musikbox blätterte, fiel mir folgendesw Schmankerl in die Finger. Ich habe eine Seite eines Blutschwerter-Threads durch den Babelfish gejagt - man beachte hier vor allem Greifenklaues Eingreifen in den Thread - ergo sein erstes Posting!

Ich bin sicher Meister Yoda wäre stolz auf den jungen Jedi gewesen!

P.S.: Komisch, ich habe das prustend und mit knallrotem Gesicht meiner Frau gezeigt - sie hat keine Miene verzogen!

Immer weiter KÄMPFEN!

Wunderbar! Die Nummer 4 ist als Print-Ausgabe erschienen. Da kann ich nur sagen: FIGHT ON! Wie immer kann man das Magnus Opus für lumpige 7,41€ bei LULU drucken lassen.
Für Leute, die auch diverser ausländischer Zungen mächtig sind, verweise ich auf diesen Thread auf den OD&D-Boards.
Dem treuen deutschen DSA-Recken versuche ich mal in ihrem Heimat-Idiom einige Artikel schmackhaft zu machen:
Das Cover ist von Steve Zieser und erinnert ganz schwer an "die gute alte Zeit" - ihr wisst schon - die, als wir mit Gary Gygax in der Garage kartonboxen geleimt haben.
James Maliszewski (bekannt durch seinen Blog Grognardia) hat die nächste Ebene zum Megadungeonprojekt beigetragen: "The Darkness Beneath".
Außerdem freue ich mich auf die "Airships of Mistworld" von Steve Marsh.
Die ganze Ausgabe dreht sich thematisch um DAVE HARGRAVE und seine Kreation Arduin.

Dienstag, 3. März 2009

Rückkehr des Bergkönigs - Cover-Preview

Ich kann ja leider noch keine Informationen zu meinem kleinen Abenteuerchen für die RPC - Die Rückkehr des Bergkönigs - geben, aber für alle, die eventuell mitspielen werden und sich schon mental vorbereiten wollen, ist hier das Titelbild.

Andy legt immer mehr Wert auf Details, wie mir scheint...


Montag, 2. März 2009

Turnierabenteuer? Was'n das???

Ich treffe immer wieder auf Unverständnis, was ich mit dem Begriff "Turnierabenteuer" meine.

Zur Begriffsklärung erkläre ich einfach, was ich auf der RPC mit meinem kleinen Abenteuer "Die Rückkehr des Bergkönigs" vorhabe.

Wir werden vier (oder vielleicht sogar sechs, wenn das Interesse größer ist, als erwartet) Spielergruppen durch das gleiche Abenteuer jagen.
Das relevante Regelwerk ist "Labyrinth Lord". Da nicht davon ausgegangen werden kann, dass jeder Spieler es kennt, gibt es eine 10-minütige Regeleinführung für die Gruppe, die danach noch 80 Minuten Zeit hat, das Abenteuer zu spielen. Wir reden also von 90 Minuten Gesamtspielzeit pro Gruppe.

Damit Chancengleichheit besteht, gibt es vorgefertigte Charaktere - und zwar für alle Gruppen die gleichen. Einzige Wahlmöglichkeit ist hier der Name.

In diesen 90 (80) Minuten können die Spieler nach einer kurzen Einführung an das Abenteuer herangehen, wie sie auch immer wollen.


Nach Ablauf der festgelegten Zeit wird abgerechnet. Dazu hat der Spielleiter einen Bewertungsbogen, auf dem vorher festgelegt wurde für welche "Errungenschaften" oder erfolgreichen Handlngen es Erfahrungspunkte gibt (Schatz gefunden, Gegner "besiegt" oder umgangen...), oder wofür Punkte abgezogen werden (beispielsweise für tote Charaktere).
Nun kann man die Spielrunden anhand ihrer Gesamtpunktzahlen vergleichen und das Team mit der höchsten Punktzahl zum Sieger kühren.
Zusätzlich besteht noch die Möglichkeit, einen besten Spieler zu ernennen, eine Art "MVP" - "most valuable player".

Die Ergebnisse des Turniers werden direkt nach der RPC im Forum von BHP veröffentlicht werden, eine weitere Ehrung wird dann stattfinden, wenn das Abenteuer in der Folge in englischer Sprache erscheinen wird. Dort werden den internationalen Käufern die Ergebnisse der Kölner Spieler angegeben, damit sie den Erfolg ihrer eigenen Spieler an ihnen messen können.

Ich kann schon verraten, dass die vorgefertigten Charaktere auf der RPC die Stufe 3 haben werden. Damit können sie sicher sein, nicht vom ersten rostigen Ork-Kurzschwert umgemäht zu werden, sie müssen aber dennoch vorsichtig sein und mit ihren Kräften haushalten.
Mit Timo Mölich, Dominik Elgner und mir stehen schon 3 Spielleiter fest, einen vierten werde ich aber im Vorfeld auch noch finden! Schonmal vorab vielen Dank an die beiden (hoffentlich bald drei).


Sonntag, 1. März 2009

4E - Dungeon Delve

Ich bin hin- und hergerissen und habe immer noch keine Ahnung was ich von diesem Produkt halten soll! Dieses DUNGEON DELVE von Wizards of the Coast ist für mich eine ganz merkwürdige Sache. Ist sie ein Schritt in die richtige Richtung oder ein fürchterlicher Rückschritt, der alles Rollenspielähnliche aus der 4. Edition saugt? Aber von Anfang an:

Anders als auf dem deutschen Markt waren Dungeons nicht jahrzehntelang verpöhnt, so dass man bei diesem Buch nicht von einem Dungeon-Revival oder Ähnlichem reden kann, es trifft lediglich zeitlich auf den deutschen DSA Dungeonband oder etwa das "neue alte" deutsche Rollenspiel Dungeonslayers.

Was ist also DUNGEON DELVE? Auf 191 Seiten eines schicken Hardcovers (dessen Seiten aber wie bisher alle amerikanischen 4E Produkte merkwürdig gewellt sind) gibt es 30 kurze Dungeon Crawls - einen für jede Stufe. Diese kurzen Szenarios bestehen jeweils aus 3 Begegnungen und sind alle so ausgelegt, dass sie mit offiziellen Dungeon Tiles gespielt werden können.


Ich versuche mal meine Gedanken zu sammeln und meine Verwirrung zu erklären:

Ich finde an diesem Produkt gut:
  • den Gedanken wettbewerbsorientierte kurze Dungeon-Abenteuer zu veröffentlichen
  • Spielern und Spielleitern diese Idee der fairen Wettbewerbsorientierung nahe zu bringen
  • völlig settingfreie kurze Abenteuer zu veröffentlichen, die man mit exakt NULL Minuten Vorbereitungszeit auf die Spieler loslassen kann
  • Spielern (und Spielleitern) die Angst davor zu nehmen, dass man sich nicht ohne große Hintergrundgeschichte und intrinsischer Motivation einfach mal in ein kurzes Abenteuer zu stürzen
  • Zu jedem kleinen Abenteuer gibt es weitere Ideen, wie es fortgeführt werden kann.
  • dass es Herausforderungen für jede Stufe gibt - auch wenn das wohl gerade für die höheren Stufen aufgrund mangelnder Erfahrungen wohl kaum jemand beurteilen kann
  • dass es Anfängergruppen viele Hilfen mit auf den Weg gibt. Von der exakten Platzierung der Monster bis hin zu ihren Strategien ist alles angegeben.
Ich finde an diesem Produkt unerträglich:

  • fürchterlich schematisches Abarbeiten von aneinandergeklebten Begegnungen
  • immer der gleiche Aufbau, der einen in ein enges Korsett presst
  • es wird viel zu viel an Informationen vorgekaut - man kann endlich ohne Kreativität Rollenspiele spielen - TOLL!
  • unerfahrene Spielleiter lernen hier eine ganz füchterliche abgespeckte Fassung von Rollenspiel kennen - werden sie jemals freie, denkende, planende Spielleiter werden können??? (--> Ich belege das später noch mit einem Zitat.)
  • Ganze Regenwälder werden unnötig abgeholzt! Jedes Abenteuer wird auf 6 Seiten präsentiert - immer eine Doppelseite pro Begegnung. Ich könnte mit einem einfacheren System und weniger gängelnden Informationen das ganze Brimborium inklusive einer Karte auf eine Viertelseite bekommen.

ACHTUNG - Ich zitiere:
"In this Delve format, the DM can bypass narration and storytelling to simply concentrate on rules and monsters. It becomes almost a boardgame approach."

Aua! Sollte das der richtige Weg sein? Wenn ich 30 Abenteuer auf diese Art und Weise gespielt habe, bin ich als Anfänger-Spielleiter so versaut, dass ich mir gar nicht mehr antrainieren kann Wert auf Geschichte oder Freiheit der Spieler zu legen.