Donnerstag, 28. Mai 2009

ROSTIIIIIII!!!!! Was haben sie dir angetan?!?

Gestern ist mein MM2 für die 4E angekommen und ich kapiere die Regeln ja ohnehin nicht, (Ich berichtete bereits, dass mein Gehirn irgendwie anders tickt, schwingt und hüpft - nix gegen die 4E.) was mich immer dazu bringt, mir einfach mal stichprobenartig Sachen anzusehen, die ich schon immer cool fand, und herauszufinden, wie sie "heutzutage" so gehandhabt werden.

Meine jüngste Exkursion führte mich per kurzem Umweg über den Goblin direkt zu meinem Lieblingsmonster (nebendem Gallertblock), dem Rostmonster.

Ich liebe dieses freundlich schnuffelnde Kerlchen, welches die Rüstungen und Waffen der hartgesottensten Schlägertypen zu einem Häufchen Rost verwandelt.

UND WAS IST JETZT LOS?!? Man kann den Mageninhalt des Rostmonsters wieder einsammeln, der vom Wert her genau den von ihm "zerstörten" Gegenständen entspricht.

Da den Spielern selbst die Frustration nicht zugemutet werden soll, in die nächste Stadt zurückzukehren oder sich neu zu organisieren gibt es sogar einen Extra-Abschnitt, der dem Spielleiter erklärt wie man die Rostmonster so verwenden kann, dass sie den zarten Spielerseelen nicht allzu große Qualen bereiten.

Abgesehen davon ist es mir fast unheimlich, dass ich mich an die Ästhetik der Zeichnungen und das Layout mittlerweile fast schon gewöhnt habe. Die beiden Homunculi auf Seite 143 finde ich sogar richtig klasse und werde davon ganz unauffällig und copyrightgerecht verändert entsprechende LL-Fassungen schreiben.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Ich finde die Lösung eigentlich ganz gut für diese neumodische Spielweise (zugegeben der Zusatzkasten ist zu dick aufgetragen), denn wenn der Aspekt "Zufallsbegegnunng" fehlt und man davon ausgeht das jede Begenung vorbereitet ist, würde ich als SL davor zurückschrecken ein gutes altes Rostmonster einzusetzen (an der Stelle kann ich ja nicht guten Gewissen behaupten nur die Welt zu simulieren).

Ironischerweise spiele ich 4e mit weit mehr Zufallsbegegnungen als zu Zeiten der 3.x, wo ich dementsprechend ein solches Rostmonster eher gebraucht hätte. Aber ich glaube Runden die 4e mit einer zufälligeren Welt spielen sind so selten wie SL die durch die Monster der 3.x so gut durchstiegen das sie auch effektiv Zufallsbegegnungen ausspielen konnten ;).

Der Oger hat gesagt…

Gestern ist mein MM2 für die 4E angekommen und ich kapiere die Regeln ja ohnehin nicht, (Ich berichtete bereits, dass mein Gehirn irgendwie anders tickt, schwingt und hüpft - nix gegen die 4E.)

Eine Woche Schlafentzu, und dann ne gute Nase voll Koks, und du siehst alles viel klarer.
Gewissermassen ist das Rostmonster, genauso wie der Halbleichnam, das Antithema der §E.

Anonym hat gesagt…

Die Grundlegende D&D-Regel: Kill'em! But don't take their stuff!

greifenklaue hat gesagt…

Auuuuuuu. Wovon lebt das Vieh, wenn er in seinem Magen nix verbraucht... Und vor allem: Wie schwer ist es dann? So, ich tackere mir jetzt aus Balacinggründen ein paar Büroklammern in den Sa... die Ohren. Ohh Mann!!!

Stefan / 1of3 hat gesagt…

Die Idee ist wohl, dass es das Metall zwar sofort, aber das Residuum erst nach und nach verdaut. (Man findet im Bauch nicht die Waffe, sondern nur die "destillierte" Magie der gefressenen Dinge.)

Was eigentlich ziemlich cool ist. Da kann man Schätze im Monster lagern.

Sven hat gesagt…

Ich fand das alte Rostmonster ja immer ein sehr albernes Ding. Nun ja, das kommt dann halt heraus wenn man Monster nach Plastikfiguren in Cornflakes-Packung designt.

In diesem Sinne kann man den Designern der 4e nur Lob aussprechen, dass sie das Rostmonster endlich vernünftig umgesetzt haben.

Wobei es mM nach auch einfach für immer im Giftschrank hätte verschwinden können.

rollenspiel hat gesagt…

Ich finde die Lösung eigentlich auch ganz gut.
Bei 3.5 und früher war ein Rostmonster ein grosses Problem auch über das eigentliche Abenteuer hinaus: Es zerstört die Ausrüstung und die Vermögenswerte. Nicht nur in dem Abenteuer selber müssen die SCs auf einmal zusehen, wie sie zurechtkommen, sondern auch (weit) darüber hinaus. Der Verlust an Ausrüstung muss später erst Mal ausgeglichen werden. Das kann einem auch als Spielleiter in die Parade fahren.

Dann doch lieber wie bei 4e: Die Ausrüstung wird zerstört und ist in diesem Abenteuer nicht vorhanden. Die Charaktere müssen vorsichtig sein. Das Vermögen bleibt aber erhalten. Beim Besuch eines geeigneten Ortes kann man neue Ausrüstung erstehen. Effekt: Im Abenteuer selber ist vorsicht angebracht. Die SCs müssen vielleicht tricksen, damit sie trotzdem bestehen. Aber sie leiden nicht darüber hinaus und der Spielleiter muss keine "Ausrüstungsbeschaffungsabenteuer" einflechten oder aufpassen, was er der Gruppe denn jetzt als Challenge wirklich zumuten kann.

Darum versteh ich auch nicht so wirklich, was das Problem mit dem 4e Rostmonster ist. Sorry.

Moritz hat gesagt…

Das Problem ist, dass das Weicheikram ist! Wenn Das Rostmonster meinen Spielern ihr erstes Schwert+3 weggerostet hat, dann werden sie sich beim nächsten Mal etwas anderes einfallen lassen. Wenn nicht, dann verlieren sie ihre Streitaxt+2 auch noch! Wenn der krieger erstmal in der Unterhose durch die Gegend läuft, weil sein Plattenpanzer aufgefressen wurde, so muss er sich halt zurückhalten, bis er einem Ork sein ekliges Kettenhemd ausgezogen hat.

Wo ist da das Problem für den Spielleiter?